12. September 2016
Familienunternehmen zwischen Tradition und Moderne
Gründer/-innen und die nächste Generation !?!
Podiumsgespräch mit Daniela Bechtold-Schwabe, Geschäftsführende Gesellschafterin der b.i.g.-Gruppe aus Karlsruhe und Verena Reichenecker, Geschäftsführende Gesellschafterin der Storopack Hans Reichenecker GmbH aus Metzingen, auch Mitglied im Bundesvorstand des Wirtschaftsrats, diskutieren über moderne Unternehmensführung
Gründer/-innen und die nächste Generation (Foto:Wirtschaftsrat)

Staffort. „Familienunternehmen liegen im Trend.“ das schließt sich aus der Podiumsdiskussion zwischen den geschäftsführenden Gesellschafterinnen Daniela Bechtold-Schwabe und Verena Reichenecker. Günther Knappe, Inhaber der Knappe 1a Productions GmbH, moderierte zum Thema „Familienunternehmen zwischen Tradition und Moderne“ in der Terra Medica® der Unternehmensgruppe Dr. Willmar Schwabe in Staffort.

 

Dieses Haus bot die optimale Plattform für diese Diskussion: Die Unternehmensgruppe Dr. Willmar Schwabe hat in den 150 Jahren ihres Bestehens eine weltweit führende Position in der Erforschung, Entwicklung und Herstellung pflanzlicher und homöopathischer Arzneimittel sowie Nahrungsergänzungsmittel erreicht. Seit über 30 Jahren werden auf firmeneigenem Gelände in Staffort unter nachhaltigen Aspekten Arzneipflanzen angebaut. 2014 eröffnete die Schwabe-Gruppe in Staffort ihr neues Besucherzentrum. Inmitten der Arzneipflanzenkulturen „Terra Medica®“ bot sich somit ein umfassender Einblick in die Vielfalt der Arzneipflanzen, Aufzucht, Pflege und Verwendung, als auch in die Homöopathie, Phytotherapie und Geschichte der Unternehmensgruppe. 

Familienunternehmen zwischen Tradition und Moderne (Foto:Wirtschaftsrat)

Verena Reichenecker und Daniela Bechtold-Schwabe waren sich daher einig, was es heißt „Familienunternehmen wirken vertrauenswürdig auf die Bundesbürger - sie geben Ihnen Sicherheit und Langfristigkeit“. Auch Absolventen möchten oftmals am liebsten in Familienunternehmen durchstarten und verzichten teilweise auf attraktiver erscheinende Jobs in Großkonzernen.

 

Daniela Bechtold-Schwabe ist der Meinung: „Freiräume werden heutzutage immer wichtiger und bedeutender für Arbeitnehmer.“ Genau diese Freiräume gilt es in die Firmengrundsätze zu integrieren. Eines steht fest, die Familienunternehmen befinden sich in einem starken Wandel, denn die Mitarbeiter haben heutzutage andere Anforderungen als wie vor 20 Jahren. Auch wenn Familienunternehmen langfristige Interessen verfolgen - so müssen Sie auch ständig wandlungsfähig sein.

 

Ein Generationswechsel stellt ein/e Familienunternehmer/in meist vor eine neue, große und auch ungewohnte Aufgabe. Im Gegensatz zu allen anderen unternehmerischen Aufgaben fehlt ihnen dafür die Erfahrung. Zugleich ist die Regelung der Nachfolge aus Gründen möglicher Beunruhigung von Mitarbeitern oder Kunden höchst vertraulich zu planen.

Johannes-G. Voll bedankt sich mit eine rKlasche feinem Kessler Hochgewächs Sekt aus Deutschlands ältester Sektkellerei (Foto:Wirtschaftsrat)

Frauen an der Spitze eines Unternehmens sind leider noch eher selten. Und obwohl beide, Bechtold-Schwabe und Reichenecker, als Frauen an der Spitze ihrer jeweiligen Unternehmen stehen, haben sich beide nie Gedanken machen müssen, ob sie es als Männer leichter hätten. Sie versuchen, sich als Frauen zu „kultivieren“ und verbinden Beruf mit Familie. Für Bechtold-Schwabe zum Beispiel ist eine Mitarbeiterbesprechung in ihrem eigenen Wohnzimmer keine Seltenheit. Auch ein voll eingerichtetes Kinderzimmer in Ihrem Firmengebäude zählt zur gelebten Normalität.

 

„Wir konnten heute Abend drei Leuchttürme an verantwortungsbewussten Unternehmerinnen und Unternehmen erleben“ dankte Johannes-Georg Voll, Sprecher der Sektion Karlsruhe/Bruchsal und Mitglied des Bundesvorstands hoch zufrieden.