23. April 2018
Traditionelles Treffen des Wirtschaftsrates der CDU e.V. 2018
„Bahlsen-Abend“ mit Christian Lindner, Mitglied des Bundestages und Bundesvorsitzender der FDP
Anlässlich der Hannover-Messe lud das Präsidium des Wirtschaftsrates der CDU e.V. erneut zum traditionellen Treffen in das Stammhaus der Bahlsen GmbH & Co. KG ein. Hausherr und Präsident des Wirtschaftsrates, Werner M. Bahlsen, begrüßte die rund 140 ausgewählten Gäste aus Wirtschaft und Politik herzlich. Als Ehrengast sprach Christian Lindner MdB, Bundesvorsitzender der FDP und Vorsitzender der FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag.
Christian Lindner, Bundesvorsitzender der FDP und Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion war Gastredner (Foto: Wirtschaftsrat)

Bei seiner Begrüßung ging der Wirtschaftsratspräsident auf die aktuelle Rolle der FDP und deren Entwicklung im Laufe der letzten Jahre ein. So hätten sich viele eine Regierungsbeteiligung der FDP gewünscht, um die soziale Marktwirtschaft in Deutschland zu fördern. „Wir brauchen die Stimme des Liberalismus“, so Bahlsen.

 

In seiner anschließenden Rede stellte Christian Lindner die aktuelle politische Lage in Deutschland in den Mittelpunkt. Bei einem direkten Vergleich mit Frankreich habe die deutsche Regierung Nachholbedarf. Während sich Macron nicht scheuen würde, unpopuläre Entscheidungen zu treffen und die Wettbewerbspolitik zu fördern, werde die Politik in Deutschland hauptsächlich durch Umfragen beeinflusst.

Impressionen vom Bahlsen-Abend 2018
In der Bildmitte v.l.n.r.: Astrid Hamker, Schatzmeisterin des Wirtschaftsrates der CDU e.V.; Reinhold Hilbers, niedersächsischer Finanzminister (Foto: Wirtschaftsrat)
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Es fehle der neuen Regierung an Antworten zu entscheidenden Themen, wie den Steuerreformen in den USA. Der deutsche Arbeitsmarkt müsse dringend flexibilisiert werden, Forschungsausgaben erhöht und der Mittelstand entlastet werden. „Die deutsche Wirtschaft ist stark im internationalen Vergleich, aber wir haben lange von Agenda-Reformen gelebt. Die relative Schwäche anderer hat zu unserem Erfolg geführt.“ Zugleich habe sich die internationale Politik in den letzten Jahren fundamental geändert. Deutschland müsse sich um mehr Freihandel bemühen. Des Weiteren rief er dazu auf, die Europäisierung nicht zu vernachlässigen:  „Die Antwort auf nahezu alles, sei es Digitalisierung oder internationale Politik, heißt EUROPA! Alleine können wir unsere Interessen nicht vertreten!“

 

Mit seiner Eloquenz begeisterte Lindner die Anwesenden. So gab es am Ende seiner Rede tosenden Applaus. Es folgten zahlreiche Nachfragen, die zur Diskussion stimmten. Gelegenheit zum persönlichen Austausch gab es beim anschließenden Get-Together.