12. Oktober 2016
Wohin geht der Wirtschaftsstandort Frankreich?
Wirtschaftspolitisches Podiumsgespräch mit Prof. Dr. Henrik Uterwedde, Pascal Wespiser, Dr. Marc Lott, Martin Foshag unter Moderation von Dr. Anne de Boer
vlnr. Dr. Michael Müller, Prof. Dr. Henrik Uterwedde , Karlheinz Pitter, Dr. Anne de Boer, Dr. Marc Lott, Martin Foshag, Pascal Wespiser (Foto: Wirtschaftsrat)

Filderstadt. Der Schuldenberg wächst, die Arbeitslosigkeit steigt, die Wettbewerbsfähigkeit bleibt ein Schwachpunkt: Deutschlands wichtigster EU-Partner steckt in einer Wirtschaftskrise. Ist Frankreich noch reformfähig und für deutsche Unternehmen als Standort interessant? Zugleich ist der Wahlkampf in Frankreich eröffnet.

 

Flexiblere Arbeitszeiten, weniger Kündigungsschutz - Die große Arbeitsmarktreform wurde am Ende ohne Abstimmung von der Regierung durch das Parlament gebracht. Gewerkschaften versuchen durch Demonstrationen und Streiks zu erreichen, dass diese zurückgenommen oder noch weiter aufgeweicht wird. Vor allem jüngere Franzosen und Studenten haben sich gegen die Reformen gewehrt, obwohl gerade auch ihnen die Flexibilisierungen insbesondere bei Kündigungen und mehr Betriebsabsprachen bessere Chancen auf Jobs bringen sollen.

Podiumsgespräch - Wohin geht der Wirtschaftsstandort Frankreich? (Foto: Wirtschaftsrat)

Frankreich geht kulturell mit Konflikten anders um, so wäre in Deutschland ein Einsperren von Chefs eher undenkbar. Was bedeutet die Reform für den Wirtschaftsstandort Frankreich und deutsche Unternehmen, die hier mit Standorten präsent sind oder sein wollen? Und wie geht die Praxis damit um?

 

Die Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Henrik Uterwedde vom Deutsch-Französischen Institut in Ludwigsburg, Pascal Wespiser, Président der LINK GROUP aus Strasbourg, Dr. Marc Lott, Geschäftsführer der Actimage GmbH aus Kehl am Rhein und Martin Foshag, Vorstand der LEITWERK AG aus Appenweier moderierte Dr. Anne de Boer, Mitglied im Landesvorstand sowie Vorsitzende des Netzwerks der Frauen des Landesverbands Baden-Württemberg. Die Unternehmerinnen und Unternehmer erhielten so wesentliche neue Impulse und direktes Fachwissen von wahren Frankreich-Experten.

Wirtschaftspolitischer Dialog bei der Bernhauser Bank (Foto: Wirtschaftsrat)

Zuvor hat Karlheinz Pitter, Vorstandssprecher der Bernhauser Bank eG in Filderstadt sein Haus vorgestellt: Am 13. Juni 1908 wurde der Grundstein gelegt für den Darlehenskassenverein. Die damals 2.000 Einwohner zählende Gemeinde Bernhausen hatte kein örtliches Bankinstitut, der neu gegründete Darlehenskassenverein sollte Abhilfe schaffen. Die Bernhauser Bank blickt heute auf weit über 100 erfolgreiche Jahre zurück und präsentiert sich als hochmodernes, leistungsfähiges Bankinstitut.