27. März 2017
Entgelttransparenzgesetz von Frau Schwesig ist bürokratisches Ungetüm
Wirtschaftsrat positionierte in der WELT

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. kritisierte in der WELT die geplante Verabschiedung des sogenannten Entgelttransparenzgesetzes von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD). "Das neue bürokratische Ungetüm von Frau Schwesig ist zudem noch ungerechtfertigt. Denn die statistisch errechnete Lohnlücke schwindet dahin, wenn man unterschiedliche Berufswahl und Branchenunterschiede sowie Teilzeit- und Mutterschaftsphasen in den Lebensläufen der Frauen berücksichtigt", erklärte Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates. "Es ist nun mal so, dass eine Vielzahl junger Frauen nicht nach den gut bezahlten technischen Berufen oder Studiengängen strebt. Blanke Ideologie statt realer Fakten treiben dieses Gesetzesvorhaben an."

"Die Ministerinnen Schwesig und Nahles treibt ein tiefes Misstrauen gegen die Wirtschaft. Das spricht immer wieder aus ihren Gesetzesvorhaben und den bürokratischen Vorschriften, die sie zur Gängelung der Betriebe entwickeln“, erklärte Wolfgang Steiger weiter. „Die SPD konnte früher, zumindest unter den Bundeskanzlern Schmidt und Schröder, noch Wirtschaftsthemen buchstabieren und richtige Weichen stellen. Sie wusste früher auch meist treffsicher, soziale Sicherheit braucht wirtschaftlichen Erfolg. Das rückt heute leider immer weiter in den Hintergrund."

Da das Entgelttransparenzgesetz nun bereits für Unternehmen mit 200 Mitarbeitern gelten soll, werden deutlich mehr Unternehmen mit unnötiger Bürokratie belastet als im Koalitionsvertrag vorgesehen. "Ohnehin ist Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen ein Mythos", betont Wolfgang Steiger. Es herrscht in Deutschland bereits weitestgehend Entgeltgleichheit. Der allergrößte Teil der ‚Entgeltlücke‘ beruht auf Faktoren wie Ausbildung - Männer haben oft höhere und Mint-Abschlüsse (in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) -, Berufswahl und der Dauer der familienbedingten Erwerbsunterbrechung. Rechnet man diese Faktoren heraus, schrumpft die Entgeltlücke zwischen Männern und Frauen auf nur noch zwei Prozent. Der Wirtschaftsrat setzt sich vielmehr dafür ein, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern und die Betreuungsinfrastruktur auszubauen.

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