04. August 2017
Wirtschaftsrat warnt vor Diesel-Wahlkampf
Wirtschaftsrat positioniert in Handelsblatt und Deutschlandfunk

Der Wirtschaftsrat warnt heute im Handelsblatt und im Deutschlandfunk davor, mit der Diesel-Technologie im Bundestagswahlkampf Stimmung zu machen - mit womöglich weitreichenden Folgen für den Autostandort Deutschland. „Aufgrund der weltweiten Technologieführerschaft hängt ein maßgeblicher Anteil der derzeit 800 000 Arbeitsplätze in der deutschen Automobilindustrie direkt und indirekt am Dieselantrieb", kommentiert Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates. Die mit der Dieseltechnologie etablierten „Wertschöpfungsketten im bedeutendsten Industriezweig Deutschlands" dürften aus „wahlkampftaktischen Gründen" nicht gefährdet werden", heißt es in dem aktuellen Positionspapier des Wirtschaftsrates, welches Sie hier einsehen können.

Flächendeckende Fahrverbote lehnt der Wirtschaftsrat ab. „Ohne den kostengünstigen wie klimafreundlicheren Dieselantrieb würde die gesamte Logistik-Lieferkette in Deutschland beschädigt werden und hätten dazu noch Millionen Pendler enorme Mehrkosten. Das muss die Politik bei allen Entscheidungen mit berücksichtigen“, fordert Wolfgang Steiger. „Fahrverbot sind völlig überzogen. Hier soll willkürlich eine Antriebstechnologie abgestraft werden. Dagegen belegen Studien, dass ein Großteil des Pkw-Feinstaubs vom Reifenabrieb und den Bremsen erzeugt wird. Damit sind Benziner und selbst Elektrofahrzeuge genauso an den Feinstaubemissionen beteiligt wie Fahrzeuge mit Dieselantrieb.“

 

Der Wirtschaftsrat warnt in seinem Positionspapier vor einer Sabotage der Klimaschutzziele, sollten Dieselfahrzeuge von den Straßen verbannt werden. „Würden nur noch Benziner neuzugelassen, ergäbe sich jährlich eine Steigerung von über 600.000 Tonnen CO2“, erklärt Wolfgang Steiger unter Berufung auf Berechnungen des Verbands der Automobilindustrie (VDA). Das heißt, ohne emissionsarme Dieseltechnologie werde auch das europäische CO2-Ziel zur Flottenregulierung von 95 g/km ab 2020 nicht zu erreichen sein.

 

Der Wirtschaftsrat geht davon aus, dass die Vorgaben zur Luftqualität in Städten durch eine Marktdurchdringung von modernen Dieselfahrzeugen erreicht werden kann. Bis 2020 werde gut die Hälfte des Diesel-Pkw-Bestandes über moderne schadstoffarme Euro-6-Diesel verfügen. Auch die Branche stünde hier in der Pflicht: „Überprüfbare Angaben der Hersteller für Schadstoffemissionen beim Fahrbetrieb unter Normalbedingungen sind dringend erforderlich um das Erreichen der Einsparungsziele zu überprüfen und Transparenz und Vertrauen sicherzustellen“, erklärt Wolfgang Steiger.

 

Lesen Sie den vollständigen Artikel hier auf deutschlandfunk.de.

Lesen Sie den vollständigen Artikel auf S. 8 in der aktuellen Printausgabe des Handelsblatts oder hier online auf handelsblatt.com.


Hier können Sie das Positionspapier „Spitzentechnologie Diesel in Deutschland“ einsehen.

Kontakt
Wirtschaftsrat der CDU e.V.
Pressestelle
Luisenstraße 44, 10117 Berlin

Telefon: 030 / 240 87-301
Telefax: 030 / 240 87-305

pressestelle@wirtschaftsrat.de