05. Oktober 2017
"Europa ist und bleibt zuerst eine Friedensunion"
Sektionsjubiläum am Bodensee mit EU-Kommissar Günther H. Oettinger
Plädoyer für ein starkes Europa – so lautete der Titel der Feier zum 50-jährigen Bestehen der Sektion Konstanz/Westlicher Bodensee. Und das war auch die Botschaft der Rede des EU-Kommissars: Er forderte mehr Zusammenhalt in der EU.
Gastgeber Björn Graf Bernadotte, Landesvorsitzender Joachim Rudolf, EU-Kommissar Oettinger, Sektionssprecher Dr. Peter Lang, Ehrenvorsitzender der Sektion Stefan Fahr, Andreas Jung MdB und Landrat Frank Hämmerle (v.l.) (Foto: WR)

Die Gratulation zum 50-jährigen Bestehen der Sektion Konstanz/westlicher Bodensee erfolgte mit etwas Verspätung: Am 28. November 1966 fand die Gründungsveranstaltung der Sektion Konstanz statt, also vor knapp 51 Jahren. Schon damals mit dabei war der Ehrenvorsitzende und langjährige Sprecher der Sektion, Stefan Fahr. Und auch damals standen Themen wie „Erhaltung der unternehmerischen Freiheit“, „Europäische Integration“, „Steuer-, Finanz-, und Wirtschaftspolitik“. auf dem Programm.

Günther Oettinger, Kommissar für Haushalt und Personal, zu Gast am Bodensee (Foto: WR)

Gefeiert wurde mit traumhaftem Blick auf den Bodensee auf der Blumeninsel Mainau, die seit 1853 in Familienbesitz ist und 1932 als Eigentum des schwedischen Königshauses an Lennart Graf Bernadotte übertragen wurde. Sein Sohn und unser Gastgeber, Björn Graf Bernadotte, ist seit 2011 Geschäftsführer der Mainau GmbH und stellte die Blumeninsel vor.

Der Festredner Günther Oettinger ging in seiner Rede insbesondere auf die Notwendigkeit eines starken Europas ein: „Nur als geeintes Europa ist es möglich, neben Weltmächten wie den USA oder China zu bestehen.“ Er forderte mehr Zusammenhalt innerhalb der EU, was auch mit einer Machtabgabe der Mitgliedsstaaten einhergehe.  Gleichzeitig verdeutlichte Oettinger aber auch einige Schwachstellen: Neben der Demografie Europas seien auch die Innovationsskepsis und die fehlenden Investitionen in die Infrastruktur problematisch. Diese seien aber notwendig, wenn Europa der Motor der Industrie bleiben wolle.