23. Oktober 2017
Der Wandel durch Digitalisierung und die Neue Nachhaltigkeit
Zukunftskonferenz in Ulm
Die Zukunftskonferenz, eine Veranstaltung des Landesverbands Baden-Württemberg gemeinsam mit dem Wirtschaftsbeirat Bayern, widmete sich in diesem Jahr zwei topaktuellen, jedoch auch grundverschiedenen Themen: Der Neuen Nachhaltigkeit und der Digitalisierung.
Wolfgang Grupp sprach über die Neue Nachhaltigkeit (Foto: WR)

Beide Aspekte seien unabdingbar mit der Zukunftsfähigkeit unseres Landes verbunden, so der Landesvorsitzende des Wirtschaftsrats Baden-Württemberg, Joachim Rudolf. Hochkarätige Redner zu diesen beiden Themen waren am Montag bei KPMG auf der Donauinsel –also praktisch auf der Landesgrenze zwischen Baden-Württemberg und Bayern – zu Gast.

Peter Hauk, Minister für den ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Baden-Württemberg, sieht es als eine politische Aufgabe an, die Ressourcen zu stärken: Die Potentiale im ländlichen Raum sollten gestärkt, sowie Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit sich die Wirtschaft entfalten könne. Laut Hauk leiden wir an „Überregulierung“: Eine Eigen- und Weiterentwicklung von Unternehmen müsse möglich sein. Dann seien Unternehmen am ehesten nachhaltig. Nur wenn Erträge selbst „gepflückt und angelegt“ würden, seien langfristige Investitionen möglich und die Wirtschaftsentwicklung gesichert, so Hauk.

'Keine Angst vor Veränderung' forderte Andreas Buchenscheit, Geschäftsführer der Cortex Media in Ulm (Foto: WR)

 „Es ist alles machbar, wenn man den Wandel rechtzeitig einläutet“, verdeutlichte Wolfgang Grupp, alleiniger Geschäftsführer und Inhaber von TRIGEMA, in seinem Vortrag. Unternehmer müssten den Wandel der Zeit erkennen und aktiv mitgestalten. Staatssekretär Johannes Hintersberger aus dem Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, riet zu Offenheit gegenüber neuen Technologien: Die Lebens- und Arbeitswelt werde sich verändern, und diesem Prozess müsse man „offensiv gegenüberstehen und diesen aufgreifen“, so Hintersberger.

Doch mit der Digitalisierung wird die Wirtschaft auch vor neue Herausforderungen gestellt: Gerade sogenannte „Cyberfälle“, Straftaten im Internet, stellen die IT-Sicherheit vor neue Herausforderungen. Dennis Pielken, Bereichsleiter Wirtschaftskriminalität & Cybercrime bei FAST-DETECT in München, erläuterte, wie Cybervorfälle effizient und schnell aufgeklärt werden können. Andreas Buchenscheit, Geschäftsführer der Cortex Media GmbH in Ulm, sprach ebenfalls über CyberSecurity. Gerade das „Social Engineering“ – die bewusste Manipulation von Menschen – stellt eine Schwierigkeit bei der Bekämpfung von Cyberkriminalität dar. Um nicht selbst Opfer solcher Angriffe zu werden, ist es laut Buchenscheit hilfreich, immer wieder zu hinterfragen, wem man seine Daten anvertraut. Zum Abschluss demonstrierten Karin Ockert-Höfler und Robert Vogel vom Digital Innovation Camp, wie Arbeiten in einem „Büro 4.0“ aussehen kann.