08. Mai 2018
Brücken-Teilzeit droht zur nächsten Bürokratiekeule zu werden
Wolfgang Steiger in Westdeutscher Allgemeinen Zeitung, Hamburger Abendblatt und Berliner Morgenpost

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. kritisiert den Gesetzentwurf des Bundesarbeitsministeriums zur Einführung einer „Brücken-Teilzeit“, mit dem Teilzeitbeschäftigte ein Recht auf Rückkehr in Vollzeitbeschäftigung erhalten sollen. „Das Gesetz zur Regelung von Teilzeitarbeit ist ein weiteres Beispiel dafür, wie widersprüchlich und inkonsistent die SPD handelt", sagte der Generalsekretär des Wirtschaftsrates, Wolfgang Steiger, den Zeitungen der Funke Medien Gruppe (u.a. Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Hamburger Abendblatt und Berliner Morgenpost). „Für die Unternehmen bedeutet das nach gesetzlichem Mindestlohn und Entgeltgleichheitsgesetz die dritte große Bürokratiekeule.“ Es sei zu befürchten, dass die Gesetzesinitiative zum Einstellungshemmnis für Frauen wird, da die Bereitschaft, in Teilzeit zu gehen und danach eben auch wieder in Vollzeit zurückzukehren, bei Frauen größer sei.

Wolfgang Steiger weiter: „In einer Arbeitswelt, die immer flexibler und agiler werden muss, wird die Arbeit immer weiter reguliert und unflexibler gemacht. Damit wird der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands Schaden zugefügt.“ Es sei geradezu paradox, dass die Sozialdemokraten den Betrieben auch noch die letzten verbleibenden Anpassungsmöglichkeiten nehmen wollen. „Wenn Unternehmen Stellen besetzen wollen, die wegen der befristeten Teilzeit der Stammbelegschaft vorübergehend frei sind, dann bieten sich hierfür befristete Beschäftigungsverhältnisse an. Doch auch die will die SPD weitgehend verbieten.“ Dass gerade Mittelständler jetzt in ihrer Organisation betrieblicher Arbeitsabläufe noch schwerer belastet werden, sei ein Irrweg. Die Bundesregierung muss sich endlich Maßnahmen überlegen, um den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken. In Zeiten fehlender Fachkräfte sei jeder Betrieb froh, wenn er bewehrte Arbeitnehmer, die bereits in Teilzeit tätig sind, stärker einbinden kann.

 

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