28. Februar 2012
„Luft- und Raumfahrt gestalteten und gestalten unser Leben“
Prof. Johann-Dietrich Wörner stellt Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt vor
Prof. Johann-Dietrich Wörner, seit 2007 Vorstandsvorsitzender des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR), präsentierte den 100 Mitgliedern und Gästen der Sektion Düsseldorf des Wirtschaftsrates der CDU e.V. unter dem Motto „Wissen für die Welt von morgen“ die Tätigkeitsfelder und Aufgabenbereiche des DLR.
v.l.n.r.: Dr. Rainhardt Freiherr von Leoprechting, Sprecher der Sektion Düsseldorf; Professor Johann-Dietrich Wörner (Foto: Wirtschaftsrat)

„Weltweit konzentrieren sich im Rahmen umfangreicher Forschungs- und Entwicklungs-arbeiten 7000 Mitarbeiter in 32 Instituten auf die globalen Herausforderungen unserer Zeit,“ erklärte Wörner. Darüber hinaus sei das DLR als Raumfahrtagentur im Auftrag der Bundesregierung für die Planung und Umsetzung der deutschen Raumfahrtaktivitäten zuständig und betreibe seine Großforschungsanlagen nicht nur für eigene Projekte, sondern auch als Dienstleistung für Kunden und Partner aus Wirtschaft, Industrie und Wissenschaft.

 

Die fünf Forschungsbereiche Luftfahrt, Raumfahrt, Verkehr, Energie und Sicherheit umfassten sowohl die Grundlagenforschung als auch die Entwicklung innovativer Anwendungen und Produkte. Die Erforschung von Erde und Sonnensystem, die Forschung für den Erhalt der Umwelt und umweltverträgliche Technologien, zur Steigerung der Mobilität sowie für Kommunikation und Sicherheit stellten dabei die zentralen Aufgaben dar, erläuterte der Vorstandsvorsitzende. In diesen Tätigkeitsfeldern herrsche eine starke Verknüpfung und ein Transfer in das alltägliche Leben finde, wo möglich, auch statt.

 

Dies werde besonders daran deutlich, dass die Luft- und Raumfahrt maßgeblich zur Gestaltung unserer Lebensbedingungen beigetragen habe, erläuterte Wörner. Beispielsweise sichere der Luftverkehr nicht nur unsere globale Mobilität und Satelliten eine weltweite Kommunikation. Das in der Luft- und Raumfahrt gewonnene wissenschaftliche und technische Know-how habe darüber hinaus seinen Weg in vielfältiger Weise in unseren Alltag gefunden, belegte Wörner anhand zahlreicher Beispiele. So sei der kabellose Bohrer, welcher für Arbeiten auf dem Mond eingesetzt worden sei, der Vorgänger des Akkuschraubers, und die Düsentechnologie der Raketen die Vorlage für den heimischen Ölbrenner gewesen. Auch das Schleifverfahren, welches für Gleitsichtbrillen verwendet werde, sei ursprünglich für die Herstellung von Satelliten entwickelt worden.