14. März 2012
„Staatsschuldenkrise nicht beendet – gute Konjunktur hilft!“
Stefan Lammerding vor dem Dortmunder Wirtschaftsrat
Stefan Lammerding, Vorsitzender der Geschäftsleitung, Privat- und Geschäftskunden der Commerzbank Gebietsfiliale Westfalen, erläuterte den Mitgliedern und Gästen der Sektion Dortmund des Wirtschaftsrates der CDU e.V. die aktuellen Entwicklungen und Auswirkungen der Staatsschuldenkrise.
v.l.n.r.: Stefan Lammerding; René Kiel, Sprecher der Sektion Dortmund (Foto: Wirtschaftsrat)

Lammerding erklärte, dass das Jahr 2012 im Euro-Raum aus konjunktureller Sicht überraschend positiv begonnen und sich auch die Stimmung an den Finanzmärkten deutlich aufgehellt habe. Dennoch gäben nicht alle Mitgliedstaaten Anlass zur Euphorie. Zu unterschiedlich seien die Ausganglagen und Entwicklungen innerhalb einzelner Länder.

 

So sei die Schuldenkrise Griechenlands trotz des Rettungsschirmes und des Schuldenschnitts von 53,3 Prozent nicht gelöst: Prognosen gingen davon aus, dass die Staatsverschuldung nicht unter 120 Prozent des BIP sinken werde, und auch die Konjunkturschätzungen für 2012 fielen mit minus 7 Prozent eher düster aus, so Lammerding.

 

Zudem bestehe die berechtigte Sorge, dass Frankreich das Italien von morgen sein könnte. Die Wirtschaftsleistung werde dort 2012 voraussichtlich wohl stagnieren, und die Stimmungsindikatoren deuteten auf eine sinkende Investitionsfähigkeit, eine schwache Exportnachfrage sowie die Steigung der  Arbeitslosenquote hin. Außerdem müsse das negative Leistungsbilanzdefizit durch eine ständige Nettoneuverschuldung refinanziert werden.