13. Juli 2020
Corona und die Region Hannover - wie die Pandemie jede Woche unser Leben verändert
Erste Regionsrätin Cora Hermenau im Gespräch mit der Sektion Hannover
Die Corona-Pandemie hat auch die Stadt und die Region Hannover seit Monaten fest im Griff. Die sich ständig ändernden Verordnungen haben die Arbeit für die Behörden sehr erschwert. Von der Zeit seit dem ersten Ausbruch in Hannover und wie sich die Region jetzt gegen die Pandemie aufstellt berichtete Cora Hermenau, Erste Regionsrätin, den Mitglieder der Sektion Hannover in einer digitalen Veranstaltung.
Cora Hermenau, Erste Regionsrätin, Region Hannover (Bild: CDU Niedersachsen)

Nach einer Begrüßung durch Eva Ibrügger, Mitglied im Vorstand der Sektion Hannover des Wirtschaftsrates Niedersachsen, berichtete Cora Hermenau, Erste Regionsrätin I Dezernat Öffentliche Gesundheit, Sicherheit, IT und EU-Angelegenheiten der Region Hannover, über die Zeit seit dem ersten Corona-Fall in ihrem Zuständigkeitsbereich. Der erste Fall trat am 29. Februar 2020 in der Region Hannover auf. In den ersten Tagen gelang es dem Gesundheitsamt noch, Kontaktpersonen nachzuverfolgen. Relativ schnell habe die Zahl der Infizierten jedoch rasant zugenommen, wodurch eine Nachverfolgung kaum möglich wurde. Ende März kam es zum Höchstwert an Neuinfizierten. Weiterhin berichtete die Regionsrätin von den hohen bürokratischen und vor allem rechtlichen Hürden. Mittlerweile sei es zu 30 neuen Verordnungen gekommen, die die Behörden umsetzen mussten. Dabei sei es zu einer großen Unübersichtlichkeit innerhalb der Bevölkerung aber auch innerhalb der Behörden gekommen. Täglich würden sich neue Änderungen und neue Probleme ergeben. Beispielsweise bei einem Lohnausgleich, wenn Arbeits- und Wohnort nicht identisch seien oder bei der Frage, wer die Kosten der Corona-Tests übernimmt. Auch sei die Durchsetzung der Maskenpflicht und der Abstandsregeln nur begrenzt möglich. Man hoffe jedoch auf die Vernunft der Menschen, damit ein zweiter Lockdown nicht notwendig werde. Sollte es zu diesem jedoch trotzdem kommen müssen, seien die Behörden darauf vorbereitet. Auch könnte dann nur punktuell heruntergefahren werden, damit nicht die gesamte Stadt bzw. Region noch einmal davon betroffen sei. Im weiteren Verlauf der digitalen Veranstaltung diskutierten die Mitglieder und Gäste des Wirtschaftsrates Niedersachsen unter anderem über das Problem der Urlaubrückkehrer und über einen Quarantänezwang.

 

Wir danken Frau Hermenau für den interessanten Impuls und die anschließende Diskussion.

 

Kontakt
Jette Grimm                    Junior-Referentin
Wirtschaftsrat der CDU e.V. Landesverband Niedersachsen
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