16. April 2021
"Wir haben kein Impfstoffdesaster, wir haben ein Impfstoffwunder"
Dr. Matthias Suermondt, Vice President Public Affairs + Access, Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, zu Gast bei einer Videokonferenz der Landesfachkommission Gesundheitswirtschaft.
Dr. Matthias Suermondt © Sanofi

Dr. Suermondt zeigte sich erfreut und optimistisch über den schnellen Fortschritt und die Entwicklung der COVID-19-Impfstoffe. Er sagte, dass die Bürger Grund zur Freude haben, da noch nie so viele wirksame Impfstoffe gegen eine Krankheit nach nur einem Jahr entwickelt worden seien. Optimistisch zeigte er sich auch über die rasche Durchimpfung weltweit und die Beschleunigung der Impfkampagne hier in Deutschland. Er betonte, dass der einzige Ausweg aus der Pandemie in einer Massenimpfung und in wirksamen Behandlungen liege, die die Wahrscheinlichkeit von schweren Fällen verringern.


Dr. Suermondt sprach auch über die verschiedenen Behandlungen und Therapien, die für COVID-19 zur Verfügung stehen, einschließlich des Einsatzes von antiviralen Medikamenten, Immunmodulatoren und Medikamenten für Lungenkranke, die darauf abzielen, den Schweregrad der Krankheit zu verringern, wenn sie einmal aufgetreten ist. Drei Behandlungen erhielten im November letzten Jahres eine Notfallzulassung.


Dr. Suermondt ging auch auf die aktuelle Situation mit dem Impfstoff von AstraZeneca und die Fälle von Sinusvenenthrombosen ein. Nach Angaben von Suermondt wurden unter 34 Mio. Impfstoffempfängern 169 Fälle von Thrombose gemeldet. Deshalb empfiehlt er die weitere Verwendung sowohl des Impfstoffs von AstraZeneca als auch des Impfstoffs von Johnson & Johnson, bei denen ähnliche Fälle aufgetreten sind.


Abschließend betonte Dr. Suermondt, dass Europa aus dieser Pandemie lernen müsse, um auf die nächste besser vorbereitet zu sein. Maßnahmen wie z.B. die Verwendung von Gesichtsmasken in öffentlichen Verkehrsmitteln könnten Teil der Hygienestandards werden, wie es in asiatischen Ländern schon seit vielen Jahren der Fall ist. Der neue MRNA-Mechanismus hat die Impfstoffentwicklung revolutioniert. Er beschleunigt den Prozess und bietet die Möglichkeit, den Impfstoff zu verändern, wenn neue Varianten auftreten. Er betonte auch, dass Deutschland unter Berücksichtigung der Inzidenz und der täglichen Fälle von COVID-19 im Vergleich zu anderen europäischen Ländern gar nicht so schlecht dasteht und erwartet, bis zum Sommer wieder die Kontrolle zu erlangen.