31. Juli 2020
Rettungsdienst in Sachsen-Anhalt - Erfolgreich umgesetzte Digitalisierung könnte das Leben vieler Menschen im Land retten!
Reaktion des Landesverbands Sachsen-Anhalt des Wirtschaftsrats der CDU e.V. auf den Artikel von Hagen Eichler in der Mitteldeutschen Zeitung vom 27.07.2020 „Warten auf die Leitstelle“.

Magdeburg, 31. Juli 2020: „Mit Interesse, aber auch großer Verwunderung, haben wir den Artikel „Warten auf die Leitstelle“ zur Kenntnis genommen“ so Peter Löbus, Vorsitzender der Landesfachkommission Gesundheitswirtschaft des Landesverbands Sachsen-Anhalt.

 

„Erneut wird ein Thema der allgemeinen Daseinsfürsorge aufgegriffen, welches seit Jahren vom Wirtschaftsrat in Sachsen-Anhalt  kritisch begleitet wird. Auf bestehende Defizite wurde nicht nur hingewiesen, es wurden auch sachgerechte Lösungsansätze aufgezeigt. In unzähligen Positionspapieren, Diskussionsbeiträgen in Fachgremien und Mitarbeit in Arbeitsgruppen haben wir auf dieses  Versorgungsproblem gesundheitspolitisch aufmerksam gemacht. Letztmalig auch in der Anhörung „Digitalisierung in Medizin und Pflege“ der Enquete Kommission des Landes Sachsen-Anhalts am 05.02.2020“, führt Peter Löbus weiter aus.

 

Es ist für den Wirtschaftsrat in Sachsen-Anhalt nur sehr  schwer nachvollziehbar, warum nach so vielen konstruktiven Hinweisen und Unterstützungsangeboten der letzten Jahre eine lösungsorientierte Umsetzung im Land so extrem zögerlich verläuft.

 

In der inhaltlichen Darstellung des Artikels wird erneut ein erhebliches Kommunikationsproblem deutlich. Für das Thema Rettungsdienst in unserem Bundesland darf es keine Systembrüche oder Abstimmungslücken zwischen den zuständigen Fachministerien  - Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration, Ministerium für Inneres und Sport, Ministerium der Finanzen, Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung - einschließlich der kommunalen Ebene geben.

 

Digitalisierung kann Menschenleben retten!

 

„Unter dieser Prämisse besteht auch weiterhin unsere Forderung zur sektorenübergreifenden  und konsequenten Nutzung möglichst standardisierter Informationstechnologie und telemedizinischer Technologien im Rettungsdienst - bis hin zur Einsatzplanung telenotärztlicher Kapazitäten“, betont Peter Löbus weiter und führt aus: „ Weiterhin halten wir an unserer Forderung zur Bildung eines Digitalministeriums mit fachübergreifender Hoheit fest, denn damit ließen sich nicht nur Kommunikationsprobleme zum Zukunftsthema Digitalisierung für alle Fachbereiche vermeiden, sondern auch die fachlich und wirtschaftlich zwingend notwendige effiziente Harmonisierung der Digitalisierungsprojekte in unserem Bundesland realisieren.“