20. Januar 2020
Angeregte Gespräche beim traditionellen Neujahrstreffen des Wirtschaftsrates in Düsseldorf
Dr. Rainhardt Freiherr von Leoprechting (Foto: Wirtschaftsrat)

Sektionssprecher Dr. Rainhardt Freiherr von Leoprechting hieß rund 150 Unternehmer und Unternehmerinnen beim traditionellen Neujahrstreffen der Sektion Düsseldorf des Wirtschaftsrates der CDU e.V. willkommen. Dabei durfte der Sektionssprecher auch die Bundestagsabgeordneten Sylvia Pantel aus Düsseldorf und Hermann Gröhe aus dem Rhein-Kreis Neuss begrüßen.

 

Einen Schwerpunkt in seiner Ansprache setzte Dr. Freiherr von Leoprechting im Bereich Energiewende und verwies auf Armin Laschets Rede am Wirtschaftstag NRW im November 2019 und betonte: „Wenn CO2 das Kernproblem für die Klimaerwärmung ist, dann war es falsch, zuerst aus der Atomindustrie auszusteigen, sondern der Ausstieg aus der Kohle hätte am Beginn stehen müssen. Es sei aber politisch unmöglich, unsere bestehenden Atomkraftwerke, die häufig sicherer sind als die, die hinter unseren Grenzen stehen, später als geplant abzuschalten.“ Dr. Freiherr von Leoprechting stellte zudem fest, dass ein Industrieland Strom zu wettbewerbsfähigen Preisen und stabile Netze benötigt und es keinen Sinn ergebe, Atomstrom aus Belgien und Frankreich und Kohlestrom aus Polen zu importieren, weil Deutschland aus beiden Energieträgern aussteigt.

v.l.n.r. Hermann Gröhe MdB, Dr. Rainhardt Freiherr von Leoprechting (Foto: Wirtschaftsrat)

Weiter forderte der Sektionssprecher Technologieoffenheit und kritisierte die zu einseitige Fokussierung auf Elektromobilität. Dr. Freiherr von Leoprechting verwies auf die ökologischen Folgen der batteriebasierten Elektromobilität und die fehlende Leistungsfähigkeit der Stromnetze, die zu oft ignoriert würden.

(Foto: Wirtschaftsrat)

Mit Blick auf die Lage der Europäischen Union beschrieb der Sektionssprecher die unsichere Umgebung: „Präsident Putin plant in diesen Tagen seinen Machterhalt über 2024 und Erdogan schickt seine Soldaten nach Syrien und Söldner nach Libyen.“ Die Situation wird für die Europäische Union zusätzlich durch Zentrifugalkräfte verstärkt: „Der Brexit erfolgt in wenigen Tagen. Die Schotten möchten in der EU bleiben und erwägen den Austritt aus dem Vereinigten Königreich. Was in Irland und Nordirland passiert, bleibt abzuwarten.“ Dennoch zeigte sich Dr. Freiherr von Leoprechting optimistisch: „Bei der Orientierung, bei der Suche nach überzeugenden Lösungen, will der Wirtschaftsrat Leuchtturm sein und bleiben.“

 

Bei einem anschließenden Imbiss wurden die angesprochenen Themen im kleinen Kreis vertieft und Kontakte gepflegt.