27. August 2021
"Wir brauchen neue Technologien und Prozesse, wenn wir Klimaneutralität herstellen wollen"
Kölner Wirtschaftsrat im Gespräch mit Karsten Möring MdB
Karsten Möring MdB (Bild: Wirtschaftsrat NRW)

Der Einladung des Kölner Sektionssprechers sowie Mitglied im Landesvorstand des Wirtschaftsrates der CDU e. V., Eldach-Christian Herfeldt folgte Karsten Möring MdB, Mitglied in den Bundestagsausschüssen für Umwelt und Bau gerne. Der Politiker diskutierte mit den Teilnehmern u. a. über klimapolitische Zukunftsfragen.

 

Möring machte deutlich, dass alle Fachleute sich einig seien, dass nur die Reduzierung von CO2 den Klimawandel stoppen kann. Dies müsse möglichst schnell und global erfolgen. Der Bundestagsabgeordnete verdeutlichte insbesondere die parteipolitischen Unterschiede in der Klimafrage: „Die Grünen haben ausschließlich eine nationale Brille bei diesem Thema auf. Dies gebe den Klimaskeptikern Auftrieb, wenn man sagt, dass Deutschland zwar nur 1% der Weltbevölkerung ausmache, aber bereits 2 % der Klimaemissionen verursacht“, so Möring.

v.l.n.r.: Sektionssprecher Christian-Eldach Herfeldt, Karsten Möring MdB,

Es würden zwar vorrangig die zu reduzierenden Emissionen und die zu erreichenden Ziele bis 2030 diskutiert, jedoch nicht der Weg dorthin. Es werde erfolgreich an der Reduzierung der Emissionen bei der Stromerzeuge gearbeitet, gleich wohl sei es aber utopisch zu sagen, dass der Stromverbrauch ausschließlich mit erneuerbaren Energien zu decken sei. Wenn von Klimaneutralität gesprochen werden, dann spreche man von einer netto 0% Emissionen. Es brauche neue Technologien und Prozesse, wenn Klimaneutralität hergestellt werden solle. Die CO2-Abscheidung und -Speicherung Technologie (CCS), bei der CO2 in den Untergrund gepresst und dadurch gebunden werde, sei in Deutschland politisch nicht durchsetzbar. Ohne eine solche Lösung sei die Klimaneutralität nicht erreichbar, so der Bundestagsabgeordnete.

 

Abschließend blickte Möring noch in den Bau- und Immobiliensektor. „Beim Bauen müssen wir einiges anders machen, denn 40% der Energie geht in den Gebäudebau und hier ist nicht die Wärmeerzeugung gemeint, sondern die Ressourcen beim eigentlichen Bau von Gebäuden“. so müsste vor allem klar dokumentiert werden, welche Stoffe beim Bau benutzt werden, um diese besser zu recyceln. Ziel sei es die Lebensdauer von Gebäuden zu verändern, denn ein Neubau sei wesentlich teurer als etwas zu erhalten, so Möring abschließend.