29. Januar 2014
Irrsinn Rente mit 61 stoppen

„Wir müssen den Irrsinn Rente mit 61 stoppen. Endlich prüft jetzt zumindest die zuständige Bundesministerin wie die mit der Verabschiedung der Rente mit 63 befürchtete Frühverrentungswelle zu stoppen ist. Der Wirtschaftsrat hat sich von Anfang an deutlich gegen die Rente mit 63 ausgesprochen. Wenn sie jetzt kommt und noch Zeiten der Arbeitslosigkeit angerechnet werden, darf das keinesfalls zur Rente mit 61 führen. Es ist ungerecht und führt zu erheblichen Zusatzbelastungen von Beitrags- und Steuerzahlern, wenn Personen mit 43 Beitragsjahren sich für zwei Jahre arbeitslos melden und trotzdem in den Genuss einer abschlagsfreien Rente kommen“, mahnt der Präsident des Wirtschaftsrates e.V., Kurt J. Lauk.

Lauk weiter: „Je weniger Arbeitslosenzeiten anerkannt werden, desto besser. Entscheidend ist jedoch, dass sie im Gesetzentwurf verankert werden und eine Regelung gefunden wird, die der Rente mit 61 einen Riegel vorschiebt. Das ist das Geringste, was die Große Koalition für die junge Generation tun kann, der sie mit dieser Rentenreform - Mütterrente, Rente mit 63 und höhere Erwerbsunfähigkeitsrenten – Kosten aufbürdet, die langfristig nicht finanzierbar sind. Hier geht es um die Zukunft unserer Kinder und Enkel."

„Allein bis 2030 kostet die dem Kabinett vorgelegte Rentenreform 160 Milliarden Euro – oder wie gerade die Universität Duisburg-Essen errechnet hat, zahlen Arbeitnehmer und Rentner auf kurze und mittlere Sicht mindestens 200 Euro pro Jahr mehr an Beiträgen. Denn der Personenkreis, der unter die Sonderregelung einer abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren fällt, wird stark ausgeweitet. Berücksichtigt werden sollen auch Zeiten der Erziehung, Pflege, Arbeitsförderung und Arbeitslosigkeit. Damit können künftig 17 Prozent eines Jahrgangs mit 63 abschlagsfrei in Rente gehen – sagt das Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik. Es ist ein großer Fehler, dass die Große Koalition so überaus üppige Investitionen in die Sozialsysteme vornimmt anstatt Deutschland als Industrienation fit zu machen und in Forschung und Entwicklung zu investieren. Die dafür veranschlagten Gelder nehmen sich im Vergleich wie ‚Peanuts‘ aus. So setzen wir leichtfertig Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit auf‘s Spiel – unser Fundament für Wachstum und Wohlstand. Klar bleibt: Die Rente mit 63 setzt das völlig falsche Signal. Angesichts des demographischen Wandels brauchen wir viel eher die Rente mit 69“, sagt der Präsident des Wirtschaftsrates, Kurt J. Lauk.

Weiterführende Informationen:

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