07. Oktober 2015
Werkverträge erhalten - Wettbewerbsfähigkeit sichern
Wolfgang Steiger: Flexibilität ist der Schlüssel für mehr Beschäftigung und Teilhabe

Der Wirtschaftsrat fordert anlässlich des von den Gewerkschaften ausgerufenen Aktionstages, die flexiblen Arbeitsmarktinstrumente nicht weiter einzuschränken. „Flexibilität ist der Schlüssel für mehr Beschäftigung. Das deutsche Jobwunder hat dank Agenda 2010 und Hartz-Reformen eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Flexible Beschäftigungsformen wie Befristungen, Zeitarbeit, und Teilzeitbeschäftigung sind gerade für Personen mit Einstellungshindernissen ein gut funktionierendes Sprungbrett in den Arbeitsmarkt. Sie müssen unbedingt erhalten bleiben“, mahnt der Generalsekretär des Wirtschaftsrates der CDU e.V., Wolfgang Steiger.

Gleichzeitig sind gerade Werkverträge als Form der Arbeitsteilung und Spezialisierung für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft unverzichtbar. „Der Abschluss von Werkverträgen gehört zu den betrieblichen Kernaufgaben und muss den Unternehmen vorbehalten bleiben. Er darf keinesfalls zum Spielball gewerkschaftlicher Willkür werden. Der Missbrauch von Werkverträgen muss dagegen wirksamer als bisher bekämpft werden. Die gesetzlichen Möglichkeiten hierfür bestehen längst – sie müssen endlich auch ausgeschöpft werden. An dieser Stelle stehen auch die Gewerkschaften in der Pflicht“, fordert Steiger.

Im aktuellen Wettbewerbsreport des Weltwirtschaftsforums konnte Deutschland seinem Ruf als Jobmotor Europas mit einem hervorragenden vierten Platz von 140 untersuchten Ländern mehr als gerecht werden. Nachholbedarf bescheinigten die Experten hingegen beim Thema Arbeitsmarkt: Bei Einstellungen und Kündigungen landet Deutschland im weltweiten Vergleich wegen des strikten Kündigungsschutzes auf Rang 107. Bei der Lohnfindung erreichte Deutschland im weltweiten Vergleich sogar nur den achtletzten Rang. „Dies zeigt aus Sicht des Wirtschaftsrates eindrucksvoll, dass unser Arbeitsmarkt nicht mehr Regulierung sondern mehr Flexibilisierung braucht. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles läuft mit ihrem Regulierungswahn genau in die falsche Richtung“, so Steiger.

 

Weiterführende Informationen:

 

Themenseite Arbeitsmarkt und Alterssicherung

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