01. Juli 2013
Alljährliches Neumitgliedergespräch dominiert vom Thema Bürokratieabbau
Der Einladung des Landesvorsitzenden Thüringen Mihajlo Kolakovic und des Landesgeschäftsführers zum jährlichen Neumitgliedertreffen folgten 21 neue Mitglieder in das Erfurter Restaurant Zum Norde.

Bei der Eröffnung des Treffens nutzte der Landesvorsitzende die Gelegenheit, aktuelle Thüringer Themen des Wirtschaftsrates vorzustellen. So spielte das geplante Thüringer Bildungsfreistellungsgesetz, gegen dessen Sinnhaftigkeit sich deutlicher Widerstand in der Unternehmerschaft formiert hat, ebenso eine Rolle, wie die Haushaltskonsolidierung und die fehlende wirtschaftspolitische Kompetenz in den meisten Parteien, auch der Thüringer CDU.

 

Der Landesvorsitzende betonte noch einmal, dass Ausgangspunkt allen weiteren politischen Handelns eine stabile und prosperierende Wirtschaft sei, die letztlich für sprudelnde Steuereinnhamen sorge. Hieran müssten sich alle weiteren Entscheidungen ausrichten. Vordringlich sei daher bei all den längst bekannten Thüringer Problemen, die Wirtschaft und das Image des Unternehmers zu fördern. Hierzu zähle der Ausbau von Infrastruktur und nicht prestigeträchtige Großprojekte wie etwa der Bau von Multifunktionsarenen. Das weit verbreitete "Feindbild" des Unternehmera im Land gehöre endlich zu den Akten gelegt.

Landesgeschäftsführer Andreas Elm von Liebschwitz stellte die Möglichkeiten der Mitwirkung der Mitglieder in den einzelnen themenbezogenen Landesfachkommissionen vor und betonte die Notwendigkeit einer aktiven Mitarbeit, gerade vor dem Hintergrund der Zusammensetzung der Parlamente mit Lehrern, Beamten, sonstig öffentlich Bediensteten, Gewerkschaftern aber kaum Unternehmern. Weiterhin empfahl er den Neumitgliedern die ausliegende Broschüre des Wirtschaftsrates zum dem Thema "Steueranschlag auf den Mittelstand" zur Lektüre.

Jedes Neumitglied stellte sich und sein Unternehmen kurz vor und beleuchtete die Hintergründe des Beitritts bzw. die mit einer Mitgliedschaft im Wirtschaftsrat verbundenen Erwartungen. Die Nennungen waren sehr vielfältig. Besonders oft genannt - und dies über alle Branchen hinweg -  wurden bürokratische Hemmnisse bei Bauvorhaben, in der Abfallwirtschaft und ganz allgemein bei Anträgen an die öffentliche Hand. Hier sahen viele der Unternehmer dringenden Handlungsbedarf zur Entbürokratisierung. Der inzwischen zu betreibende Aufwand sei so groß, dass manch Unternehmer lieber ganz auf bestimmte Vorhaben verzichte, weil der bürokratische Aufwand im Verhältnis zum Nutzen, gerade bei kleineren Unternehmen, nicht mehr darstellbar sei.

Nach gut eineinhalb Stunden wurde die Gesprächsrunde in angenehmer Athmosphäre bei vielen Einzel- oder Gruppengesprächen im Wintergarten des Restaurants bei guten Speisen und Getränken bis in den späten Abend fortgesetzt.