04. Dezember 2013
Andreas Heyer zu Gast beim Wirtschaftsrat
Konzept der Wirtschaftsförderung Bremen hat sich bewährt
Auf Einladung des Wirtschaftsrates trafen sich Mitglieder und Freunde in den Räumen der Öfentliche Bremen (ÖVB), um mit Andreas Heyer, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Bremen, über die Gewerbeflächenentwicklung im Land auszutauschen.
Foto: Wirtschaftsrat

Nach der Begrüßung durch Imke Goller-Wilberg,Landesvorsitzenden des Wirtschaftsrates und Frank Müller, Sprecher der ÖVB, freuten sich alle Seiten auf den Vortrag von Andreas Heyer und die anschließende Diskussion. Besonders im Fokus sollten hier die bereits erreichten Ziele der Wirtschafsförderung Bremen (WFB) und die zukünftige Ausrichtung mit Blick auf die Gewerbenutzung stehen.


Andreas Heyer begann seinen Vortrag mit der generellen Vorstellung der Wirtschaftsförderung. So ist und bleibt das erklärte Ziel die Arbeitsplatzsicherung in Bremen. Dieser obersten Priorität müssen sich demnach andere Ziele wie wirtschaftliches Wachstum, Stärkung des Wettbewerbs und die Erwerbung von Standortkompetenzen unterordnen. Die strategische Ausrichtung müsse demnach die Weiterentwicklung der WFB zu einem Dienstleister für bremische Unternehmen sowie die Förderung der Innovationscluster Luft-und Raumfahrt, maritime Logistik und Windenergie, sein.


Für das Geschäftsjahr 2012 präsentierte Heyer gute Geschäftszahlen. So konnten 43 neue Unternehmen auf bremischen Gewerbeflächen angesiedelt und hohe private Investitionen eingeworben werden. Insgesamt konnten so 7.000 Arbeitsplätze gesichert oder neu geschaffen werden. Nach Angaben Heyers werden die Zahlen 2013 rückläufig sein. Der Geschäftsführer begründet diese negative Entwicklung mit verschiedenen Ausnahmen im Jahr 2012, wie etwa der e Erweiterung des Mercedes Werkes und der guten konjunkturelle Lage. In diesem Jahr müsse es darum gehen, die Gewerbeflächen als „knappes Gut“ in eine angemessene Relation zur Sicherung oder Schaffung von Arbeitsplätzen zu setzen und dementsprechend zu vergeben, betonte Heyer.


Als großen Vorteil bei der Vermarktung von Gewerbeflächen sieht Heyer die Möglichkeit passgenaue Informationen über Flächen und Informationen zu sammeln und dann bedarfsgerecht zu vergeben. Allerdings müsse bedacht werden, dass zwar ausreichend Gewerbeflächen vorhanden seien, aber bei einer größeren Vorhaltung, wie sie in vergangenen Zeiten üblich war, eine breitere Aufstellung möglich war und heute die Angebotsseite stark reduziert ist. Um an die positiven Entwicklungen anzuknüpfen, ist es daher notwendig eine Debatte über die Ausrichtung der Stadt als Industriestandort zu führen und dieses Ziel auch politisch festzuschreiben.