18. Juni 2012
Auch ein Fußballclub braucht eine unternehmerisch denkende Führung
Sektion Ostalb des Wirtschaftsrates diskutiert mit hochkarätigen Vertretern aus dem sportlichen Umfeld
Jörn P. Makko

„Der Wirtschaftsrat nimmt als Anwalt der Sozialen Marktwirtschaft die Interessenvertretung der Unternehmer gegenüber der Politik wahr.“, führte Jörn P. Makko, Mitglied im Vorstand der Sektion Ostalb, in das hochkarätige Podium, moderiert durch Dr. Rafael Binkowski, Schwäbische Post, zum Thema Wirtschaftsfaktor Profisport ein. „Unsere Kernthemen sind Wirtschaftspolitik, Energiepolitik und Verkehrspolitik. Dazu zählt auch die Attraktivität von Wirtschaftsräumen. Genau hier kommt der Sport ins Spiel. Es freut uns, dass wir nun in Aalen eine Mannschaft haben, die in der 2. Bundesliga spielt.“

„Mit 6,5 Millionen Beschäftigten ist Sport der größte Wirtschaftsfaktor, den es gibt“, erläuterte Prof. Dr. Alfons Madeja, Professor für Betriebswirtschaft und Sportmanagement an der Hochschule Heilbronn und der Universität Bayreuth. Das Sponsoringaufkommen über alle Sportarten läge bei 3 Milliarden Euro jährlich. Nicht verwunderlich wenn 90% der Menschen in Deutschland sportaffin seien. Dies konnte auch Jörg Zeitz, Geschäftsführung, Hanseatisches Fußballkontor, nur bestätigen: „Fußball ist der größte gemeinsame Nenner, den diese Nation hat.“ Sein Unternehmen bietet geschlossene Fonds mit dem Investitionsfokus Fußball an. Lukas Seiler, Geschäftsführer, the sportsman media group GmbH, erläuterte am Beispiel des Aufstiegs des SC Paderborn 07, für den sein Unternehmen die Vermarktung übernommen hatte, die positiven Effekte für die Stadt. Der Sport sei das Aushängeschild der Stadt Paderborn geworden. Wichtig auf dem Weg zum Erfolg seien Ruhe und Beständigkeit, ein Aufstieg um jede Preis sei nicht sinnvoll. „Es gibt immer mehr Clubs, die dieses Umdenken schaffen und unternehmerisch geführt werden. Das ist wichtig.“

 

In seiner Schlussbemerkung mit Dank an die Teilnehmer der Runde schlug Makko den Bogen zur Sozialen Marktwirtschaft: „Ludwig Erhard würde vielleicht sagen, Arbeit und Leistung sind der Schlüssel zum Erfolg, dies gilt auch für den Sport und somit schließt sich der Kreis.“

v. l. n. r.: Lukas Seiler, Prof. Dr. Alfons Madeja, Jörg Zeitz, Dr. Rafael Binkowski