27. November 2015
Auftaktsitzung Arbeitsgruppe "Deutsch-Französische Wirtschaftsbeziehungen"
„Wirtschaftlich sind weltweit kaum zwei Länder so eng miteinander verflochten wie Frankreich und Deutschland. Die wechselseitige Bedeutung geht jedoch weit über die des wichtigsten Handelspartners hinaus. Seit einem halben Jahrhundert treibt die deutsch-französische Achse als wesentlicher Motor die europäische Integration voran. Umso entscheidender ist es, dass dieser Motor nicht ins Stocken gerät“, erklärte der Bundesgeschäftsführer des Wirtschaftsrates, Dr. Rainer Gerding, zu Beginn der Auftaktsitzung der neuen Arbeitsgruppe „Deutsch-Französische Wirtschaftsbeziehungen“.
v.l.n.r.: Pierre Lequiller, Vize-Präsidenten des Ausschusses Europa in der National Versammlung, Eric Woerth, Arbeitsminister a.D., Dr. Rainer Gerding, Bundesgeschäftsführer des Wirtschaftsrates, Foto: Wirtschaftsrat

Gemeinsam mit maßgeblichen Unternehmensvertretern und einer hochrangigen Delegation französischer Politiker wie dem Arbeitsminister a.D. Eric Woerth, der Senatorin und Vorsitzenden der Deutsch-Französischen Parlamentarier-Gruppe im Sénat, Catherine Troendle, oder dem Vize-Präsidenten des Ausschusses Europa in der National Versammlung, Pierre Lequiller, wurde über Möglichkeiten beraten, die Zusammenarbeit zu vertiefen, Wachstumskräfte freizusetzen und Impulse für Europa zu geben. „Die Arbeitsergebnisse dieses Gremiums sollen künftig jeweils im Vorfeld zu den Sitzungen des Deutsch-Französischen Ministerrats an die Politik übergeben werden“, skizzierte Dr. Gerding die klare Zielrichtung.

„Das deutsch-französische Tandem muss sich auf politischer Ebene zeigen. Wenn die zwei stärksten Wirtschaftsnationen Europas es schaffen, ihre wirtschaftlichen Strategien zu harmonisieren, dann wird ganz Europa der Gewinner sein“, unterstrich der ehemalige Regierungssprecher und Staatsekretär für Industrie, Luc Chatel.

 

Die Arbeitsgruppe kanalisierte vier Schwerpunktthemen, zu denen der Wirtschaftsrat Konzepte für eine vertiefte Zusammenarbeit erarbeiten wird:

 

  • Arbeitsmarkt und Arbeitsrecht
  • Forschung und Innovation
  • Internet und Datenschutz
  • Energiepolitik

 

„Wir dürfen nicht vergessen, dass es hierbei um einen Austausch geht und dass wir beide voneinander lernen können“ bilanzierte Botschafter a.D. Prof. Joachim Bitterlich. 

Foto: Wirtschaftsrat