02. März 2018
Auge-um-Auge-und-Zahn-um-Zahn-Politik ist der falsche Weg
Wolfgang Steiger: EU sollte der Handelspolitik oberste Priorität einräumen und Handelsabkommen mit strategischen Partnern vorantreiben

Wirtschaftsrat: Auge-um-Auge-und-Zahn-um-Zahn-Politik ist der falsche Weg
Wolfgang Steiger: EU sollte der Handelspolitik oberste Priorität einräumen und Handelsabkommen mit strategischen Partnern vorantreiben

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. warnt angesichts der verhängten Schutzzölle auf Stahl und Aluminium in den USA vor einem weltweiten Handelskrieg. „Statt einer Auge-um-Auge-und-Zahn-um-Zahn-Politik wäre die Europäische Union mit Blick auf die USA besser beraten, stärker miteinander zu reden und neues Vertrauen aufzubauen“, ist Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates der CDU e.V. überzeugt. Das könne auf Dauer die Chance bieten, einen neuen Anlauf auf ein transatlantisches Freihandelsabkommen zu starten, in dem sich die beiden größten Wirtschaftsräume der Welt wiederfinden.

„Aber dass die Europäische Union und andere Staaten mit Vergeltungsmaßnahmen drohen, kann in einen handfesten internationalen Handelskrieg führen, den Deutschland keineswegs wollen kann. Der Wirtschaftsrat setzt sich für globalen Wettbewerb statt Abschottung und Subventionierung ein, davon profitieren am Ende alle Staaten“, betonte Wolfgang Steiger.

„Gleichzeitig sollte die Europäische Union der Handelspolitik die oberste Priorität einräumen und Handelsabkommen mit anderen strategischen Partnern vorantreiben“, forderte Wolfgang Steiger. Das Freihandelsabkommen CETA mit Kanada etwa verbessere den Zugang deutscher Unternehmen zum kanadischen Markt erheblich und exportiere zugleich hohe europäische Standards anstatt sie abzusenken. „Dieses Abkommen gilt es jetzt zügig zu ratifizieren. Und auch das EU-Japan Abkommen Jefta sollte jetzt unter Dach und Fach gebracht werden“, forderte Steiger. „Japan ist der zweitwichtigste Handelspartner in Asien für Deutschland und die EU – damit kann die größte Freihandelszone der Welt entstehen. Beide Abkommen können Pate stehen für neue Freihandelsabkommen. Die Europäische Union sollte mit anderen wichtigen Handelspartnern nachziehen.“

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