19. Juli 2017
Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik schneller vollziehen
Wolfgang Steiger: „Wir brauchen Eigenkapitalunterlegungen von EU-Staatsanleihen und Grenzen für Großkredite“

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. fordert anlässlich der Sitzung des Rats der Europäischen Zentralbank klare Signale für eine Abkehr von der ultralockeren Geldpolitik für die Eurozone. „Die Europäische Zentralbank sollte die Märkte jetzt Zug um Zug auf ein Ende der ultralockeren Geldpolitik einstimmen. Ein erster notwendiger Schritt wäre die Ankündigung, die Anleiheankaufprogramme weiter zu reduzieren. Die Konjunktur im Euroraum befindet sich im Aufwärtstrend und stabilisiert sich. Und auch wenn die Inflation vielleicht noch nicht das gewünschte Niveau von zwei Prozent erreicht habe: das Deflationsgespenst kann als Begründung für das geldpolitische Dauerdoping nicht mehr herhalten. So werden nur dringend notwendige Reformen in den Staaten der Eurozone immer weiter aufgeschoben“, erklärt Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates.


„Die Europäische Zentralbank sollte jetzt Maßnahmen ergreifen, die die Geldflut langsam eindämmen. Ansonsten werden die Nebenwirkungen der expansiven Geldpolitik immer schmerzhafter. Zusätzlich brauchen wir in Zukunft endlich Eigenkapitalunterlegungen für Staatsanleihen in der Europäischen Union und Grenzen für Großkredite. So lassen sich Bankenschieflagen verhindern, für die ansonsten wieder der Steuerzahler haftet.

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