10. März 2016
Ausweitung der EZB-Politik des billigen Geldes führt zu Vertrauensverlust
Wolfgang Steiger: „Geldhahn aufdrehen hilft nicht, wirtschaftspolitische Probleme zu überdecken“

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. kritisiert die Beschlüsse der heutigen EZB-Ratssitzung. „Die Politik des billigen Geldes zerstört Vertrauen. Von einer Deflation sind wir meilenweit entfernt. Es gibt keine Abwärtsspirale fallender Preise, Löhne und Gehälter", erklärte Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates.

 

Der Wirtschaftsrat hat schon vor Beginn des Quantitative Easing Programms gewarnt, dass egal wie weit wir den Geldhahn noch aufdrehen, sich auch künftig wirtschaftspolitische Probleme nicht mit geldpolitischen Maßnahmen überdecken lassen.

 

Wolfgang Steiger weiter: "Bei einer falschen Medizin hilft es nicht, die Dosis weiter zu erhöhen. Die gefährlichen Nebenwirkungen lassen sich längst nicht mehr schönreden. Die perpetuierte Manipulation des Zinses setzt vollkommen falsche Anreize und verhindert eine heilsame Disziplinierungswirkung. Auch die fatalen Folgen der Niedrigzinspolitik für die Sparer in Deutschland werden auf schmerzhafte Weise sichtbar. Altersvorsorgepläne drohen im großen Stil zur Makulatur zu werden - das ist gesellschaftlicher Sprengstoff. Die EZB bewegt sich gefährlich nah an der Grenze der Akzeptanz."

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