26. November 2013
Autoantrieb der Zukunft: erneuerbare Energien
Sektion Darmstadt ließ Fachleute von Opel und TÜV diskutieren
Elektromobilität oder andere alternative Stoffe wie Gas und Wasserstoff – die Zukunft des Autoantriebs geht klar in Richtung erneuerbare Energien. Darüber waren sich Mitglieder und Gäste einer Veranstaltung der Sektion Darmstadt ausnahmslos einig.

Die Frage war am Ende nur: Lohnt sich das derzeitige Angebot tatsächlich auch als ein zukunftsfestes? Wie sieht das mit den Kosten aus und inwieweit spielt die Gesellschaft mit?

 

Seit den 1970er Jahren hätten sich das Auto und die automobile Gesellschaft immens entwickelt, sagte Ottmar Degrell, Bereichsleiter Automotive vom TÜV Hessen. Als Beispiel nannte er den Katalysator, das Hybrid-Auto oder auch die Umweltzonen. Inzwischen befasse sich fast jeder Hersteller mit alternativ angetriebenen Fahrzeugen, und der TÜV habe sich entsprechend einzustellen. Besonders im Bereich Hybride und Elektrofahrzeuge sei derzeit besonders viel zu prüfen – etwa elektrische Sicherheitskonzepte oder auch die Ermittlung echter Reichweiten. Der Verbraucher interessiere sich vor allem dafür, wie weit er mit einem Elektroauto fahren kann.

 

Gerrit Riemer, Director Future Mobility bei der Adam Opel AG, lobte in diesem Zusammenhang die Vorzüge des Vorzeige-Hybrid-Modells Opel-Ampera. In Stichwörtern: Schnelle Beschleunigung, lautlos, wenn nach rund 80 Kilometern Elektro auf den Benzinmotor umgeschaltet werde, merke der Fahrer außer dem Geräusch nichts, eine normale Steckdose reiche aus, die Batterien aufzuladen. Und außerdem: Laut aktueller Umfragen führen 80 Prozent der Autofahrer täglich im Durchschnitt weniger als 50 Kilometer; ideale Entfernung für einen Elektromotor. Und die Fahrkosten für 100 Elektro-Kilometer? Laut Riemer beim Ampera ungefähr drei bis vier Euro.

 

Dennoch: Sowohl Leasingraten wie auch das Elektroauto an sich seien relativ teuer. Obwohl diese Fahrzeuge steuerbefreit seien, sei „der Markt insgesamt bei uns noch sehr niedrig.“ Apropos grundsätzlicher Verbrauch. Ottmar Degrell erläuterte die Testmethoden des TÜV, wie der reale Verbrauch auch bei „normalen“ Autos geprüft wird. Dafür haben die Hessen den modernsten Rollenprüfstand, der jede denkbare Fahrsituation auf die virtuelle Teststrecke bringt. Dabei stelle sich heraus, dass die Normverbrauchsangaben der Hersteller teils erheblich vom Testergebnis abwichen; die größten Unterschiede liegen bei über 50 Prozent.

 

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