31. August 2013
Azevedo muss den Doha-Karren aus dem Dreck ziehen

"Weltweit stoßen Unternehmen wieder auf zunehmende Barrieren im internationalen Handel. Der Wirtschaftsrat fordert daher, den multilateralen Ansatz der Doha-Runde weiterzuführen und diese endlich zu einem Abschluss zu bringen", erklärt der Generalsekretär des Wirtschaftsrates, Wolfgang Steiger, anlässlich des Führungswechsels an der Spitze der WTO.

"Für den neuen WTO-Generaldirektor Azevêdo ist nicht viel Zeit, positive Impulse zu setzen. Diese sind aber dringend notwendig. Vor allem die Bekämpfung bürokratischer Zoll-Formalitäten durch die WTO ermöglicht Erleichterungen für den Handel. Derartige Handelshemmnisse bremsen den derzeit ohnehin schwächelnden Welthandel aus und wirken konjunkturschädlich für die Weltwirtschaft. Gerade die exportstarke Industrie und der Mittelstand in Deutschland sind auf offene Märkte angewiesen", so Steiger.

Steiger weiter: "Das WTO-Ministertreffen auf Bali im Dezember dieses Jahres droht schon jetzt hinter den Erwartungen zurückzubleiben. Dass diese Erwartungen nicht sonderlich hoch sind, zeigt auch die Vielzahl von bereits geführten Verhandlungen zu bilateralen Freihandelsabkommen.

Pascal Lamy hat seinem Nachfolger Azevêdo eine schwere Aufgabe hinterlassen. Doch es ist auch Azevêdo anzulasten, dass die Doha-Runde festgefahren ist. Als brasilianischer Unterhändler hat er 2003 in Cancún die Doha-Runde mit ins Aus manövriert. Azevêdo muss nun den Doha-Karren wieder aus dem Dreck ziehen!"

 

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