21. Juni 2012
Baustellenvisite und Vorstellung der Kombilösung im Infopavillon „K.“
„Heute lernen wir eines, wenn nicht das bedeutendeste und umfassendste Infrastrukturprojekt Karlsruhes und Region kennen. Wir haben schon viel gehört, jetzt wollen wir uns den Fakten widmen“, eröffnete Hanspeter Steiert, Sprecher der Sektion Karlsruhe/ Bruchsal, die Veranstaltung des Wirtschaftsrates im Infopavillon „K.“ in Karlsruhe.
v.l.n.r. Sektionssprecher Hanspeter Steiert; KASIG-Geschäftsführer Uwe Konrath (Foto: Wirtschaftsrat)

Dr. Dieter Ludwig, Ingenieur und Mitglied des Wirtschaftsrates, berichtete von den derzeit geführten Gesprächen und Verhandlungen mit Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer MdB, und wie schwer es sei, sowohl die nötigen Mittel für das Großprojekt zu bekommen als auch für  Akzeptanz in der Bevölkerung zu werben. Die Kombi­lö­sung, so ist es auf der Internetseite der Stadt Karlsruhe zu lesen, ist das größte Verkehrs­pro­jekt der Karlsruher Innenstadt. Ab 2016 führt ein Stadt­bahn­tun­nel unter der Kaiser­straße und in Richtung Süden vom Markt­platz bis zur Augar­ten­straße. In der Kriegs­straße gibt es ab 2019 eine Straßen­bahn­trasse zwischen Baumalleen, darunter ein durch­gän­gi­ger Autotunnel vom Karlstor bis zum Mendels­sohn­platz.

Uwe Konrath, Geschäftsführer der KASIG – Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft mbH, die das Projekt plant, baut und finan­zi­ell abgewi­ckelt, stellte das Projekt und die derzeitigen Fortschritte vor. An dieser Stelle wurden die Vor- und Nachteile diskutiert, Vorbehalte ausgetauscht, und sachliche Information vermittelt. Dazu dienst auch der „K.“-Infopavillion. Als multimediale Informationsplattform und Treffpunkt ist er erste Anlaufstelle zu allen Fragen von Bürgern und Besuchern rund um die Kombilösung und über die sich mit jedem Baufortschritt verändernde multimediale Ausstellung die Entwicklung des Projekts selbst erfahren.

 

Die Unternehmer der Region nutzten die Chance von Dr. Stefan Opheys, dem Leiter der Bauüberwachung, die einzelnen Bauabschnitte live gezeigt und erklärt zu bekommen.

Unternehmer bei der Baustellenvisite für die Kombilösung (Foto: Wirtschaftsrat)

„Es stellt sich die Frage, wie lange Deutschland noch Technologieführer bleiben soll, wenn Großprojekte, wie etwa der Ausbau des Münchner Flughafens, Stuttgart 21 und weitere von großen  Teilen der Bevölkerung abgelehnt werden. Womit wird Deutschland dann morgen sein Geld verdienen können? Es gibt noch viel zu tun, packen wir es an...“, schloss Hanspeter Steiert die gelungene Veranstaltung.