25. Januar 2013
Bekenntnis zu Euro und Europa - Kritik an Zentralismus und Bürokratie
Dr. Werner Langen MdEP spricht vor Unternehmern
"Europa" stand im Zentrum des Koblenzer Wirtschaftslunch. Der stellvertretende Landesvorsitzende Thomas Wolff eröffnete die exklusive Runde mit dem langjährigen Europaabgeordneten Dr. Werner Langen. Das Mitglied des Wirtschafts- und Währungsausschusses legte ein klares Bekenntnis zum Euro wie auch zur Europäischen Einigung ab.
Dr. Werner Langen beim Wirtschaftsrat in Koblenz (Foto: Wirtschaftsrat)

Gleichzeitig äußerte Langen Verständnis für die europakritischen Äußerungen des britischen Premierministers David Cameron. Es sei durchaus berechtigt, sich kritisch zu den Aufgaben, die von der Europäischen Union (EU) für alle Mitgliedsländer wahrgenommen werden, zu äußern. Es sei in der Tat nicht verständlich, ob der Zentralismus, der durch Brüssel forciert werde, in dieser Form weiter zu verantworten sei. Darüber hinaus, sagte Langen, der auch Mitglied des Ausschusses für Industrie, Forschung und Energie des Europäischen Parlamentes ist, müsse man durchaus hinterfragen, ob es richtig sei, das 40 Prozent aller EU-Gelder in die Agrarpolitik fließen.

 

Mit Blick auf den Euro äußerte sich Dr. Langen optimistisch: Gerade was den Wert der europäischen Währung, insbesondere gegenüber dem US-Dollar angehe, müsse man konstatieren, dass der Euro sehr stark – für die europäische und insbesondere die deutsche Industrie möglicherweise sogar zu stark sei - da dadurch die Exporte eher verlangsamt als beschleunigt werden.

 

Abschließend sprach sich Dr. Langen gegen Zentralismus und überbordende Bürokratie in Brüssel aus und machte sich für mehr Wettbewerb, Marktwirtschaft und eine stärkere Betonung des Subsidiaritätsgedanken in der Europäischen Union stark.