12. Februar 2015
Hauptstadtfrühstück mit Cornelia Yzer, Senatorin für Wirtschaft, Technologie und Forschung des Landes Berlin, zu den Wachstumsfeldern der Wirtschaftsregion Berlin-Brandenburg
"Berlin 4.0 - Chancen erfolgreich gestalten"
Gelungener Auftakt des Wirtschaftsrat-Schwerpunktthemas
Mit dem Ziel, die Entwicklung Berlins zu einer 4-Millionen-Stadt zu unterstützen, hat sich der Wirtschaftsrat Berlin-Brandenburg für die kommenden Jahre den thematischen Schwerpunkt „Berlin 4.0 - Chancen erfolgreich gestalten“ gesetzt.
Senatorin Cornelia Yzer und Dr. Nikolaus Breuel (Foto: Wirtschaftsrat)

„Eine gute Entwicklung der Hauptstadtregion gelingt im weltweiten Wettbewerb nicht von selbst. Es geht darum, beste Voraussetzungen für Wachstum zu schaffen, zum Beispiel mit Blick auf Infrastruktur und Wohnraum“, sagte Dr. Nikolaus Breuel eingangs des Hauptstadtfrühstückes im Reichstag.

 

Auch Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer betonte das dynamische Wachstum der Metropole. Berlin ist Magnet für Talente aus aller Welt. Aus der Gründerhauptstadt mit 40.000 Neugründungen pro Jahr wächst mit der Digitalwirtschaft ein starker Wirtschaftszweig mit großem Wachstumspotential und Arbeitsplätzen, die vor allem über den Zuzug nach Berlin gedeckt werden. Auch die Sektoren Dienstleistung, Handel und Tourismus in der Hauptstadt haben sich gut entwickelt, bescheinigte Yzer. Weitere große Potentiale liegen neben der starken Forschungs- und Entwicklungslandschaft in der Energietechnik und der Elektromobilität.

 

Um den Wirtschaftsstandort weiter auszubauen, heißt es daher für die Senatorin „Akquise! Akquise! Akquise!“. Dabei spielen bei der Ansiedlung von Unternehmen Förderungsinstrumente eine große Rolle. „Allein im letzten Jahr flossen 131,5 Millionen Euro (davon 60,4 Millionen vom Bund) an Fördermitteln zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW) in den Standort Berlin und werden in den kommenden Jahren voraussichtlich die siebenfache Summe an Investitionen freisetzen“, prognostizierte die Senatorin. Weitere Maßnahmen, wie die Reform des Vergaberechts, die Schaffung einer Innovationsplattform sowie das Vorantreiben der Venture-Capital-Initiative im Bundesrat, sollen die Wirtschaft der Metropole stärken, so Yzer.

Im Gespräch Senatorin Yzer mit Mitgliedern des Wirtschaftsrates (Foto: Wirtschafstrat)

Auch der Zuzug von rund 300.000 neuen Einwohnern in den nächsten Jahren erfordert eine Vielzahl von Maßnahmen. „Neben dem Wohnungsbau müssen die industrielle und gewerbliche Erschließung in gleicher Weise mitgedacht und Innovationen für den urbanen Raum geschaffen werden, die auch global vermarktet werden können“, sagte Yzer. Haushaltskonsolidierung und Investitionen, insbesondere in die Infrastruktur Berlins, müssen parallel miteinander weitergeführt werden, denn ein geordneter Haushalt und eine leistungsfähige und funktionierende Infrastruktur sind wichtig für eine stabile Wirtschaft. Ebenso wichtig: eine effiziente Wirtschaftsverwaltung, die als Dienstleister der Unternehmen agiert, Aufgaben priorisiert und Projekte und Investoren zusammenführt, führte Yzer weiter aus.

 

Auf diese gelungene Auftaktveranstaltung zum Themenschwerpunkt „Berlin 4.0 - Chancen erfolgreich gestalten“ folgen im Februar die Expertengespräche mit Dr. Stefan Franzke, Geschäftsführer Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH; Dr. Sigrid Evelyn Nikutta, Vorstandsvorsitzende und Vorstand Betrieb, Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und im März die Podiumsdiskussion zur Entwicklung des Tourismus in der Metropolregion Berlin-Brandenburg mit Burkhard Kieker, CEO, visitBerlin; Dieter Hütte, Geschäftsführer, TMB Tourismus Marketing Brandenburg GmbH, und Willy Weiland, Präsident, Hotel- und Gaststättenverband Berlin e.V., (DEHOGA Berlin).

Kontakt
Markus Rosenthal
Landesgeschäftsführer
Wirtschaftsrat der CDU e.V. Landesverband Berlin-Brandenburg
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