25. Oktober 2012
Berlin-Brandenburg als Spitzenstandort für Forschung ausbauen
Senatoren und Minister der Metropolregion sollen verstärkt in Brüssel werben
Die Zeit drängt: Die Bewerbungen zur Mittelabschöpfung aus Teilbereichen des 7. EU-Forschungsrahmenprogramm können noch bis Ende des Jahres eingereicht werden.

Das Programm soll dazu beitragen, Kooperationen in Schlüsselbereichen der medizinischen, ökologischen, industriellen oder sozioökonomischen Forschung zu stärken. Voraussetzung für eine erfolgreiche Teilnahme sei jedoch eine klare gemeinsame Strategie der beiden Bundesländer im Bereich Forschung und Entwicklung, die bisher noch nicht hinreichend erkennbar sei. „Hier wird großes Potential verschenkt“, beklagt Breuel. „Und das obwohl Berlin-Brandenburg angesichts der angespannten Finanzlage diese Förderung der Europäischen Union sehr gut gebrauchen könnte.“ Der Ausbau des Forschungsstandortes, davon ist der Landesvorsitzende überzeugt, wird neue Unternehmen in die Region Berlin-Brandenburg ziehen. Mit der Gemeinsamen Innovationsstrategie – innoBB – verfolgt die Region Berlin-Brandenburg bereits eine länderübergreifende Strategie, diese kann jedoch durch eine Mittelabschöpfung aus dem 7. EU – Forschungsrahmenprogramm gestützt werden. 

 

Von hohem Nutzen ist auch das Nachfolgeprogramm Horizon 2020, das neue Rahmenprogramm für Forschung und Innovation. Es ist mit einem eigenen, umfangreicheren Budget ausgestattet und schließt an das 7. EU-Forschungsrahmenprogramm an. In dem Programm werden alle forschungs- und innovationsrelevanten Förderprogramme der EU zusammengeführt. Die Bewerbungen zum Nachfolgeprogramm Horizon 2020 können ab 2014 eingereicht werden. „Mit Horizon 2020, der neuen Forschungs- und Entwicklungsstrategie der Europäischen Union muss die Metropolregion Berlin-Brandenburg zusehen, dass sie als einer der bedeutenden Forschungsstandorte in Deutschland nicht abgehängt wird“, fordert Dr. Nikolaus Breuel, Vorsitzender des Wirtschaftsrates Berlin-Brandenburg. Es bestehe die Möglichkeit, substantiell an dem mit rund 80 Milliarden Euro bezifferten, größten Forschungs- und Entwicklungsprogramm der Welt teilzuhaben. Entscheidend sei jedoch, dass die Minister und Senatoren von Berlin und Brandenburg sich nach Brüssel aufmachten, um dort für die Metropolregion zu werben.

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