06. Juni 2014
Berlin vergibt sich viele Chancen dringend benötigten und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen

„Das negative Votum zur Rand-Bebauung des Tempelhofer Feldes mit geplanten 4.700 Wohnungen bedeutet für die Bundeshauptstadt Berlin eine weitere verpasste Chance dringend benötigten, auch bezahlbaren, Wohnraum zu schaffen“ sagte Dr. Bernd Matthias Mack, Vorsitzender der Landesfachkommission Infrastruktur und PPP im Rahmen des Expertengespräches des Wirtschaftsrates zum Thema Wohnungsneubau in Berlin. „Der prognostizierte Zuzug nach Berlin sowie die bereits aktuell klaffende Lücke zwischen Bedarf und Angebot im Wohnungssektor wird die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt in der Hauptstadt weiter verschärfen“ so Dr. Mack.

Dr. Jürgen Leibfried, Geschäftsführer, BAUWERT Investment Group GmbH & Co.KG sieht die Politik in der Pflicht:  „Die Verantwortung für die Umsetzung von Bebauungsplänen sollte bei der Senatsbaudirektorin, bei der Wohnungsbauleitstelle, bei den Baustadträten und den zuständigen Fachleuten bei den Bezirken liegen und nicht bei den Bezirksverordnetenversammlungen. Zudem sollte im Hinblick auf die hohe Anzahl fehl belegter Wohnungen im sozialen Wohnungsbau, die Wiedereinführung der Fehlbelegungsabgabe, als ein wirksames Instrument um bezahlbaren Wohnraum für tatsächlich bedürftige Haushalte zur Verfügung stellen zu können, ernsthaft geprüft werden“ so Leibfried.

Der Wirtschaftsrat selbst hat mit seinem Forschungskatalog substantielle Vorschläge zur Belebung der Wohnungsbautätigkeit vorgelegt. Um etwa den Sozialen Wohnungsbau voranzutreiben, schlägt der Wirtschaftsrat als konkrete Maßnahme die Einführung einer Berichtspflicht der Länder über ihre Aktivitäten beim Wohnungsbau im Rahmen des Wohngeldgesetzes vor. Zur Verbesserung der steuerlichen Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau muss eine begrenzte Sonder-AfA geprüft werden. Weitere dringend erforderliche Maßnahmen sind die Begünstigungen von Baulandausweisungen durch die Kommunen sowie Innenstadtverdichtungen. Gleichzeitig gilt es, kostentreibende regulatorische Hemmnisse abzubauen und weitere verschärfende Anforderungen gerade hinsichtlich der Energieeffizienz an den Neubau zu verhindern

 

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