10. Juni 2015
Beruf und Pflege vereinbaren - Leistungsfähigkeit der Fachkräfte erhalten
Fachtagung mit Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit , Karl-Josef Laumann -Patienten- und Pflegebeauftragter der Bundesregierung-
Gemeinsam mit dem Verein zur Förderung der Gesundheitspflege in der Region Leipzig (VFG) und der Techniker Krankenkasse Sachsen hatte der Wirtschaftsrat zur Fachtagung in die Bio City Leipzig geladen.
(Foto: Wirtschaftsrat)

Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Wolfgang Fleig, Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig und Vorsitzenden des VFG Leipzig e.V.,  führte der Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit und Patienten- und Pflegebeauftragter der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann, in das Thema „Pflegereform, den Pflegeberuf attraktiver gestalten“ ein. Er hob besonders hervor, dass die Zahl der pflegebedürftigen Menschen stark zunehmen wird. Gleichzeitig würden immer weniger junge Menschen eine Tätigkeit in einem Pflegeberuf anstreben. „In den kommenden 20 Jahren brauchen wir mehr als 500 000 Kräfte in den Pflegeheimen und in der ambulanten Pflege“, schätzt Laumann. Neben dem Verdienst spielen auch die Wertschätzung, die Attraktivität und die Arbeitsbedingungen der Pflegeberufe eine wichtige Rolle.

Unter dem Thema „Qualität in der Pflege: Anspruch und Wirklichkeit' ergänzte Prof. Dr. Gabriele Meyer, Direktorin des Instituts für Gesundheits- und Pflegewissenschaft der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, mit ihrem Vortrag das sich zeichnende Bild bevor sich eine rege Diskussion, moderiert durch die Landesvorsitzende des Wirtschaftsrates, Simone Hartmann, anschloss.

Darüber waren sich alle Beteiligten einig. Allein mit ausländischen Kräften sei das sich abzeichnende Problem nicht zu lösen. Die Pflege von Angehörigen trifft fast jede Familie im Alltag. Für die Pflegenden bedeutet das mitunter, sehr kurzfristig und über einen längeren Zeitraum Familie, Pflege und Beruf in Einklang bringen zu müssen. Die Pflegeversicherung ermöglicht den Angehörigen, trotz Verpflichtungen durch die Pflege, ihrer beruflichen Tätigkeit nachgehen zu können. Besondere persönliche Belastungssituationen wirken sich allerdings auch auf die Leistungsfähigkeit im Arbeitsprozess aus und das hat somit auch Konsequenzen für das Unternehmen. Diese besondere Herausforderung in Zeiten des Fachkräftemangels sieht auch Petra Meißner, Personalleiterin MAHLE Industrial Thermal Systems Reichenbach GmbH.

VIP-Lounge Exklusiv für Mitglieder
Die Präsentation von Prof. Dr. Gabriele Meyer, Leiterin des Instituts für Gesundheits- und Pflegewissenschaft der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, zum Thema "Qualität in der Pflege: Anspruch und Wirklichkeit" können Mitglieder hier exklusiv einsehen.