18. Juni 2012
"Beschlossener Masterplan 'Leipziger Vorstadt - Neustädter Hafen' muss die Leitlinie für die Stadtentwicklung in Dresden sein!"
Thomas Grekuhl, Vorsitzender der Landesfachkommission Bau und Immobilien des Wirtschaftsrates Deutschland in Sachsen
„Mit Blick auf die für Investoren immer wichtiger werdenden weichen Standortfaktoren, den demographischen Wandel und den Wirtschaftsfaktor Tourismus ist die Umsetzung des vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 6007 mit der vorgesehenen Ansiedlung eines Globus SB-Marktes in der Leipziger Vorstadt von Dresden als äußerst kritisch zu werten“, sagt Thomas Grekuhl, Vorsitzender der Landesfachkommission Bau und Immobilien.

Deshalb lehnt der Wirtschaftsrat Deutschland in Sachsen den Bebauungsplan ab. „Die Ansiedlung hätte gravierende Auswirkungen auf die mittelständische Wirtschaft, die Handelsstruktur und die Lebensqualität in den Wohnvierteln Pieschen und Äußere Neustadt, aber auch auf die Innenstadt und das Umfeld Richtung Radebeul“, sagt Grekuhl.

 

Der Masterplan „Leipziger Vorstadt – Neustädter Hafen“ sieht die Entwicklung dieser bisher städtebaulich wenig geordneten Quartiere vor, die aufgrund ihrer zentralen und elbnahen Lage großes Potential haben. Im Juli 2008 beschloss der Stadtrat das Planungsleitbild Innenstadt. „Das Konzept sieht vor, dass die Leipziger Vorstadt, insbesondere der Bereich zur Elbe hin um den Neustädter Hafen und die Leipziger Straße, unter dem Namen "Canaletto-Blick" als Entwicklungsschwerpunkt "Neue Adresse für Wohnen und Arbeiten" ausgewiesen werden“, so Grekuhl. „Dies ist die einmalige Chance für Dresden ein neues zentrales Stadtgebiet zu entwickeln, das Arbeiten und Wohnen verbindet und damit zeitgemäßen und nachhaltigen Städtebau zu betreiben. Auf die Umsetzung dieses Konzepts haben bereits viele kleine und mittelständische Unternehmen vertraut und sich dort angesiedelt“, so der Vorsitzende der Landesfachkommission Bau und Immobilien. 

 

Der Wirtschaftsrat fordert den Masterplans „Leipziger Vorstadt – Neustädter Hafen“ auch umzusetzen. „Das Konzept muss Leitlinie für den Städtebau Dresdens bleiben“, fordert der Vorsitzende des Landesfachkommission. „Es sieht eine völlig andere Nutzung dieser wichtigen und großteiligen Fläche vor, als die Vergabe an den Globus SB-Markt. Geplant war hier eine kulturelle Vermarktung in Kombination mit einer Wohnnutzung, die die Entwicklung der neu zu gestaltenden Stadtviertel flankieren soll.

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