18. April 2012
Besichtigung des JadeWeserPort
Gemeinsam mit den Norddeutschen Landesverbänden Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern besichtigte der Wirtschaftsrat Bremen den Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven. Vor dem Hintergrund der Berichterstattung über die Mängel beim Bauwerk an der Spundwand, den sogenannten Schlosssprengungen, war der Zeitpunkt der Baustellenbesichtigung perfekt gewählt.
Foto: JadeWeserPort

Die Veranstaltung stieß mit über 100 Teilnehmern auf großes Interesse und bei typisch norddeutschem Wetter, mit Sonne, Wolken und Wind genossen Mitglieder und Gäste des Wirtschaftsrates die Fahrt über den neuen Container-Terminal und die informativen Ausführungen von Dr. Jan Miller, Geschäftsführer der JadeWeserPort Logistics Zone GmbH & Co. KG.  Miller vermarktet das 160 Hektar große Güterverkehrszentrum, die hinter dem Terminal liegende Logistikfläche, die sich guter Nachfrage erfreut.

 

Die ersten vier Containerbrücken, die größten und modernsten der Welt, stehen bereits auf der Kaje um möglichst Anfang Mai in den Probebetrieb zu gehen. Aufgrund der erheblichen Schäden in der Spundwand gibt es Zweifel daran, dass der Terminal wie geplant ab dem 5. August 2012 von Eurogate in Betrieb genommen werden kann. Über die Schadenübernahme durch den Bauherr oder die Arbeitsgemeinschaft herrscht weiterhin Unklarheit, da noch nicht feststeht, wer für die Schäden verantwortlich ist. Dies wird Gerichte sicher noch jahrelang beschäftigen.

 

Nichtsdestotrotz ist das Projekt JadeWeserPort für den gesamten Norden Deutschlands von  herausragender Bedeutung.  Ein Tiefwasserhafen an der Nordsee mit einer Kaje von 1,7 Kilometer Länge, der ampelfrei direkt von der Autobahn erreicht werden kann, ist schon eine kleine Sensation. Deshalb ist es besonders wichtig, dass der neue Superhafen nicht schon vor Inbetriebnahme zerredet wird. Man darf ihn nicht auf einzelne Bundesländer  beziehen, er ist als Angebot und Antwort Deutschlands auf die europäische Konkurrenz in anderen Ländern etwa den Niederlanden zu verstehen.

Foto: Wirtschaftsrat