07. April 2014
Bezahlbare Energie ist Existenzfrage!
Dr. Renate Sommer MdEP vor Gelsenkirchener Wirtschaftsrat
Die Frage nach bezahlbarer Energie entwickle sich immer mehr zur Zukunftsfrage für die deutschen Unternehmen. Darin waren sich die Mitglieder des Wirtschaftsrates Gelsenkirchen der CDU e.V. und die Europaabgeordnete Dr. Renate Sommer bei einer Mittagstischveranstaltung rasch einig.
v.l.n.r.: Dr. Renate Sommer MdEP; Volker Stuckmann, Sektionssprecher (Foto: Wirtschaftsrat)

Die Abgeordnete betonte, dass die deutsche Energiewende von vielen Nachbarstaaten kritisch gesehen und nicht immer geteilt werde. Der Verzicht auf Atomstrom sei europaweit nicht Konsens und so würden auch weiterhin neue Atomkraftwerke geplant und realisiert. 

 

„Die Energiefrage entwickelt sich immer mehr zu einer Existenzfrage für Deutschland. Energie wird immer teurer, da das EEG den Produzenten hohe Einspeisevergütungen garantiert. So sind die Energiepreise in Europa 40 Prozent höher als in den USA und zweieinhalb Mal höher als in China. Deutschlands Energiepreise liegen aber noch deutlich über den europäischen Durchschnittspreisen“, skizzierte Dr. Sommer den aktuelle Lage des Energiemarktes. Weiterer Druck auf die Preise werde durch die Schwellenländer ausgelöst. Ihr Energiebedarf wachse stetig. Wie intensiv die Nachfrage wachse machte sie an einem Beispiel deutlich: Bis 2030 werde sich die Zahl der Privat-PKW weltweit verdreifachen. 

 

Daher sei es sinnvoll, einen möglichst breiten Energiemix herzustellen, erklärte Dr. Sommer und sparte dabei nicht mit Kritik an der nordrhein-westfälischen Landesregierung. Ein eigenes Landesklimaschutzgesetz mache zusätzlich zu den strengen europäischen Auflagen wenig Sinn. Ebenso sei der Verzicht auf einen Rest an Versorgungssicherheit durch fossile heimische Brennstoffe, wie Braunkohle, leichtfertig und ideologiegetrieben. Die Politik von Rot-Grün verknappe ohne Not zusätzlich das Energieangebot. Dieses werde sich auf die Preise in Deutschland niederschlagen und dem Wirtschaftsstandort nicht helfen, warnte die langjährige Europapolitikerin vor den absehbaren Folgen. Unterstützung erhielt sie vom Sprecher der Sektion Gelsenkirchen des Wirtschaftsrates, Volker Stuckmann, der ausführte: „Unser aller Wohlstand hängt davon ab, dass Nordrhein-Westfalen Industrieland bleibt. Wichtigste Voraussetzungen sind hierfür die richtigen Rahmenbedingungen. Dazu zählt Versorgungssicherheit genau wie Bezahlbarkeit von Energie.“