02. November 2017
Landesfachkommission Junges Hamburg
Blockchain: The next big thing?
Oliver Weisshuhn, IBM Deutschland, über das Potenzial der neuen Technologie
Sämtliche Verwaltungsprozesse funktionieren in Estland Blockchain-basiert. Auch Industrie und Wirtschaft haben das enorme Potenzial der Technologie mittlerweile erkannt und tüfteln an verschiedensten Anwendungsfällen. In der Finanzbranche halten nicht wenige Experten die Blockchain* für „the next big thing“.
Oliver Weisshuhn, Business Development Executive / Account Management Travel & Transport Industry | IBM Deutschland (Foto: Wirtschaftsrat)

Eine Führungsrolle bei der Implementierung der Blockchain hat der amerikanische Computerpionier IBM übernommen. Laut einer aktuellen Studie von Juniper Research arbeitet das Unternehmen bereits am besten mit der Technologie. Grund genug für die Landesfachkommission Junges Hamburg, einen Unternehmensvertreter einzuladen. Oliver Weisshuhn, Business Development Executive / Account Management Travel & Transport Industry bei IBM Deutschland, stellte aktuelle Blockchain-Projekte vor und diskutierte mit der Kommission über Anwendungsfälle in Hamburg.

 

Wie Weisshuhn berichtete, forciere IBM u.a. mit Partnern wie Wal-Mart, Nestlé und UBS die Implementierung der Blockchain in den Warenverkehr, in das weltweite Lebensmittelsystem und den Finanzsektor. Ein Projekt, das für die Hafenstadt Hamburg ganz besonders interessant erscheint, ist die Kooperation mit Maersk. Zusammen arbeite man daran, den Supply-Chain-Prozess durchgehend auf Basis der Blockchain zu digitalisieren, um Dokumente von Millionen Frachtcontainern verwalten und zurückverfolgen zu können.

Stets engagiert beim Jungen Wirtschaftsrat: Torsten Peters (links) und Cihan Sügür (Foto: Wirtschaftsrat)

Zugleich betonte Weisshuhn aber auch, dass die zahlreichen Projekte sich noch in der Testphase befänden, vieles erst einmal auszuloten sei und Geschäftsmodelle gefunden werden müssten. Allzu lange werden dies aber nicht mehr dauern. Eine der wesentlichen Stärken der Blockchain-Technologie sei es, dass sie ein Vertrauensnetzwerk schaffe. Über die Industrie hinaus, sieht Oliver Weisshuhn außerdem gute Einsatzmöglichkeiten in der öffentlichen Verwaltung, z.B. bei Identitäts- und Eigentumsnachweisen. Letzteres werde die Landesfachkommission genauer unter die Lupe nehmen und in einem Positionspapier im Frühjahr verarbeiten, resümierte der Kommissionsvorsitzende Dr. Christian Conreder.

 

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v.l.: Roman Langfeld, Hüseyin Cavas, Ralf Siebert und Dr. Christian Conreder (Foto: Wirtschaftsrat)