09. November 2011
Börsenpsychologe trifft auf Jungunternehmer des Wirtschaftsrates
Juniorenkreis besuchte die Börse Stuttgart
Der Juniorenkreis Baden-Württemberg besuchte am 9. November 2011 mit mehr als 80 Mitgliedern und Gästen die Börse Stuttgart. Diese besichtigten eingangs das Börsen-Parkett, anschließend stellte Manfred Neun, Börsenpsychologe und Geschäftsführer der K.O.M. Kommunikations- und Managementberatung GmbH, das Fachgebiet der Börsenpsychologie vor, dessen Schwerpunkte auf Krisen- und Changemanagement liegen.

Nach der Begrüßung durch Peter Wende, dem Landesvorsitzenden des Juniorenkreises Baden-Württemberg, stellte Andreas Franik, Leiter der TV-Kommunikation der Börse Stuttgart, das Börsen-TV vor. Die Einführung dieses neuartigen Formats, welches auch im Internet verfügbar ist, sei notwendig, da der Trend 2012 „weg von der Tagesschau, hin zu ‚Information on demand’“ gehe. Die Informationen müssen dementsprechend vielseitig bereitgestellt werden, das heißt neben den klassischen Fernsehsendern auch auf Homepages von Kooperationspartnern. Und der zunehmende Erfolg bestätigt dies, pro Monat werden insgesamt 100.000 Klicks verzeichnet.

Im Anschluss vertiefte der Börsenpsychologe Winfried Neun den Einblick in die Welt der Börse mit einer Präsentation der Börsenpsychologie. Diese ist insbesondere heutzutage unentbehrlich, weil die moderne Medienwelt unser Gehirn mit einer stark gestiegenen Anzahl an Entscheidungen schlichtweg überfordert. Deshalb seien 80 Prozent des Börsengeschehens  Psychologie; der Grund liegt in der Angst der Anleger. Diese Angst sorgt für eine Adrenalinausschüttung, was zu einer Blockade im Gehirn führt, diese wiederum macht eine mögliche und oft auch notwenige Entscheidung unmöglich. Um diesen Teufelskreis zu umgehen,  kann die Strategie des Stimmungsmanagements angewendet werden. Diese analysiert die Funktionsweise des Gehirns und verändert das Verhalten in drei Phasen: der Unfreezing-, Change- und Defreezing-Phase. Dies bedeutet, dass dem Gehirn zuerst die aktuelle Situation bewusst gemacht wird, danach werden alle bekannten Muster und Verhaltensweisen ausgelöscht oder modifiziert und abschließend lernt das Gehirn, diese Veränderungen als Positive zu akzeptieren.

Diese Erkenntnisse der Wissenschaft können auch auf Unternehmen angewendet werden. Deswegen ist heutzutage Wachstum von Firmen immer an Veränderung gekoppelt. Diese Veränderungen bestehen im Einsatz von Kreativität, Querdenken, Veränderungsbereitschaft, Kritikfähigkeit und – mit diesen Worten schloss Winfried Neun seinen Vortrag ab – mit dem Vertrauen auf die eigenen Gefühlsentscheidungen.