15. März 2013
Bonn/Rhein-Sieg im Wettbewerb der Regionen gut aufgestellt
Dr. Hubertus Hille beim Wirtschaftsrat
Der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg, Dr. Hubertus Hille, berichtete vor den Mitgliedern des Wirtschaftsrates über Stärken und Schwächen der Wirtschaftsregion.
v.l.n.r.: Bernhard Kirschbaum, Mitglied im Vorstand der Sektion Bonn; Dr. Hubertus Hille (Foto: Wirtschaftsrat)

Als positiv hob er hervor, dass das Gebiet Bonn/Rhein-Sieg eine ausgeprägte Wissenschaftsregion sei, in der viele Akademiker mit einem hohen Bildungsniveau lebten. Weiterhin seien Einkommen, Steuerkraft und Kaufkraft sowie das Bruttoinlandsprodukt (BIP) und Wachstum im Regionalranking überproportional. Schwächen der Wirtschaftsregion stellten hingegen der relativ hohe Gewerbesteuerhebesatz, eine mäßige Wirtschaftsfreundlichkeit sowie ein hoher Schuldenstand der Gemeinden dar. Besondere Herausforderungen wie der hohe Sanierungsaufwand der Infrastruktur und ein drohender Fachkräftemangels seien daher nur mit vereinten Kräften zu bewältigen: „Was wir in der Wirtschaftsregion Bonn/Rhein-Sieg brauchen, ist Einigkeit. Wir müssen gemeinsam anpacken und dürfen keine weiteren Chancen verpassen“, fasste Dr. Hille zusammen. Schließlich ließen sich in der Vergangenheit mit World Conference Center Bonn (WCCB), Festspielhaus, Südtangente und ICE-Bahnhof Beuel genügend Beispiele nennen, bei denen diese Strategie zum Nachteil aller nicht eingehalten wurde.