12. Dezember 2019
Bonpflicht für Kleinstbeträge belastet die Unternehmen
Wolfgang Steiger: Die Bonpflicht unterstellt Unternehmern betrügerische Absichten

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. fordert die Bonpflicht, die ab 2020 Steuerhinterziehung eindämmen soll, für Kleinstbeträge abzuschaffen und dadurch Unternehmen und die Umwelt zu entlasten. Die auf Einzelfall bezogene Ausnahmeregelung müsste für Einkäufe bis mindestens fünf Euro erweitert werden. Den möglichen steuerlichen Erträgen steht ein unverhältnismäßiger Aufwand gegenüber. Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrats, erklärt: „Für kleine und mittlere Betriebe, wie der Bäckerei oder dem Kiosk, entstehen hohe Kosten für die Installation der geforderten TSE Module (Technische-Sicherheits-Einrichtung) in den Kassen. Diese doppelte Absicherung über den Bondruck ist entbehrlich: der Kaufvorgang könnte über die Bildschirmanzeige auf der Kasse oder durch eine App auf dem Smartphone des Kunden gegengeprüft werden.“

 

Die Bonpflicht löst zudem eine unverantwortliche Papierflut aus. „Für ein Kilogramm Kassenbonpapier werden rund 2,2 Kilogramm Holz benötigt. Nachhaltigkeit ist aktuell eine der wichtigsten Handlungsmaximen der Bundesregierung – ein solches Gesetz wirkt entgegengesetzt.“

Kontakt
Wirtschaftsrat der CDU e.V.
Pressestelle
Luisenstraße 44, 10117 Berlin

Telefon: 030 / 240 87-301
Telefax: 030 / 240 87-305

pressestelle@wirtschaftsrat.de