14. Juni 2017
Boom-Region Westfalen im Bewusstsein verankern
Wirtschaftsrat Münster diskutiert mit RP Klenke
v.l.n.r. Dr. Friedrich Helmert, Prof. Dr. Reinhard Klenke, Frank-Norbert Oehlert (Foto: Wirtschaftsrat)

Keine Frage: Westfalen ist eine starke Region. Aber: Wissen das auch die Menschen, die nicht in Westfalen leben? Durchaus kritisch beleuchtete Regierungspräsident Prof. Dr. Reinhard Klenke diese Frage jetzt bei der Sektion Münster des Wirtschaftsrates der CDU e.V. Klar ist: Benötigt wird „ein Mehr an westfälischer Identität“ (Prof. Dr. Klenke), um neben dem Rheinland und dem Ruhrgebiet in NRW und darüber hinaus zu bestehen. Eine Meinung, die von den Gästen des Wirtschaftsrats in Münster geteilt wurde.


Ein erster Schritt ist es, die Gemeinsamkeiten in  Westfalen auf den Punkt zu bringen. „Wir sind ein Hochtechnologie-Standort. Bei uns sind Weltmarktführer zuhause“, so der Regierungspräsident. Das Image von der ländlich-westfälischen Idylle reiche auf die Dauer nicht, es gelte, Westfalen als „Boom-Region“ im Bewusstsein zu verankern.


Um wirtschaftlich weiter stark zu bleiben, müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Prof. Dr. Klenke sprach sich klar für die  Verkehrsachse zwischen Münster und Ostwestfalen aus. Ebenso müsse der Ausbau der Bahnstrecke Münster-Lünen hohe Priorität haben. Zur Infrastruktur gehöre auch die Anbindung an schnelles Internet. Hier sei auch staatliche Förderung nötig, damit „der ländliche Raum – im Wortsinn – nicht den Anschluss verliert.“


Fazit: Netzwerke schaffen, die eigenen Stärken herausstellen, die Marke Westfalen definieren – so kann Westfalen im Konzert der Regionen eine gut hörbare Stimme werden. Dr. Friedrich Helmert, Sprecher der Sektion Münster, brachte es so auf den Punkt: „Wir haben allen Grund, in Westfalen selbstbewusst zu sein.“