04. Juni 2014
Botschafter für Stadt und Region
Vorstand der Eintracht Frankfurt zu Gast beim Wirtschaftsrat
Der Fußball-Erstlig Eintracht Frankfurt „ist ein hervorragender Botschafter für die Stadt und die Region Rhein-Main“. Davon ist Axel Hellmann, Vorstand der Eintracht Frankfurt Fußball AG, überzeugt. Anlässlich eines Vortrags auf Einladung der Frankfurter Sektion des Wirtschaftsrates Hessen ließ er jetzt Mitglieder der Unternehmervereinigung und Gäste hinter die Kulissen der Profifußballer gucken.
v.l.n.r.: Dr. Lutz Raettig; Axel Hellmann (Foto: Wirtschaftsrat)

Aus dem Faktenkatalog: Die Aktionärsstruktur (u.a. namhafte Banken und die Fraport AG) ist laut Hellmann „wegweisend“. Der Profifußball sei das Standbein der AG, aber auch die anderen Abteilungen wie Volleyball, Basketball oder Turnen spielten eine wichtige, gesellschaftspolitische Rolle – besonders in Sachen Integration und Schule. Trotz Schwierigkeiten bei der Rekrutierung im Ehrenamt leiste die Frankfurter Eintracht somit Entscheidendes zur Stabilisierung der Gesellschaft. 

Hellmann beleuchtete des Weiteren Hintergründe zur Finanzierung der Bundesliga (im Vergleich zur Premier League ziemlich bescheiden), zur neuerlichen Untersuchung der EU-Kommission, in wieweit öffentliche Hand und Vereine zusammenarbeiten (sprich: was hat es mit staatlichen Beihilfen für die Vereine auf sich) und zu privaten Investorenmodelle.

Zur „Bedeutung internationaler Beziehungen für die wirtschaftliche Entwicklung der Eintracht Frankfurt“, so war Hellmanns Vortrag überschrieben, sagte der Referent, die Geldsummen, mit denen vor allem Bayern München agiere, stünden bei weitem nicht zur Verfügung. Dennoch gäbe es eine gute Chance, vorhandene Netze international tätiger Unternehmen in der Region Rhein-Main „als Türöffner“ zu nutzen. Die Eintracht denke an einen internationalen Kreis unter Einbeziehung der Wirtschaftsförderung, der nächstes Jahr ins Leben gerufen werden soll, um globale Verbindungen herzustellen.

Zuvor zeigte sich Hellmann sehr besorgt um die bevorstehende Fußball-WM in Brasilien. Infrastrukturelle Probleme und die fehlende Akzeptanz großer Teile der Gesellschaft in Brasilien ließen an einem volkswirtschaftlichen Erfolg des Events zweifeln. Die WM 2006 habe das Bild Deutschlands weltweit ins Positive gewandelt. Deutschland habe beim „Sommermärchen“ ungemein an Respekt gewonnen. In Brasilien passiere derzeit genau das Gegenteil.