31. Oktober 2016
Brexit: Gute Beziehungen zu Großbritannien ausbauen
Gunnar Uldall: Hamburg muss seinen Vorsprung aufgrund jahrhundertelanger Beziehungen stärker nutzen

Nach Ansicht des Wirtschaftsrates Hamburg bedeutet der Brexit für den Wirtschaftsstandort Hamburg nicht nur Risiko, sondern bietet auch Chancen. Der Landesvorsitzende Gunnar Uldall erklärt: „Natürlich ist der Brexit für den internationalen Freihandel ein Rückschlag und ein Risiko für den Exportweltmeister Deutschland. Aber: Wenn die Handelsströme in Europa neu geordnet werden, werden sich für die Kaufleute aus dem norddeutschen Wirtschafts- und Logistikzentrum Hamburg neue Türen öffnen. Ich bin zuversichtlich, dass die hamburgische Kaufmannschaft den Brexit nicht nur verkraften, sondern sogar für sich nutzen kann. Hamburg hat durch jahrhundertelange, enge freundschaftliche Beziehungen zu London einen Vorsprung vor anderen europäischen Standorten.“


Am heutigen Montag spricht der britische Botschafter in Deutschland, Sir Sebastian Wood KCMG, vor mehr als 200 Mitgliedern und Gästen des Wirtschaftsrates Hamburg im Hotel Steigenberger über den Brexit und seine Folgen für die Unternehmen in Hamburg. Zudem findet eine moderierte Diskussionsrunde mit David McAllister MdEP, Ministerpräsident a.D., und Hans-Hartwig Blomeier, Director London Office der Konrad-Adenauer-Stiftung, statt.


Gunnar Uldall betont: „Der Brexit ist kein Grund in Goldgräberstimmung zu verfallen. Mehr als 1.000 Hamburger Unternehmen unterhalten Geschäftsbeziehungen nach Großbritannien. Diese Verbindung müssen wir stärken und ausbauen. Wir müssen Wege finden, um die Folgen von Handelshemmnissen und mehr Bürokratie so gering wie möglich zu halten. In jedem Fall brauchen wir schnell Gewissheit über die Rahmenbedingungen im Außenhandel mit dem Vereinigten Königreich.“

Kontakt
Christian Ströder
Referent für Wirtschaftspolitik
Wirtschaftsrat der CDU e.V. Landesverband Hamburg
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