Bundesarbeitsgruppe
Deutsch-Türkische Wirtschaftsbeziehungen

Austausch stärken, Chancen nutzen, Wachstumsbranchen identifizieren

 

Der Wirtschaftsrat vertritt die Interessen der unternehmeri-schen Wirtschaft gegenüber Politik, Verwaltung und Öffent-lichkeit auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene. Vor dem Hintergrund des steigenden Einflusses der europäischen Gesetzgebung und der stetigen Internationalisierung der Märkte nehmen internationale Themen im Wirtschaftsrat ei-nen hohen Stellenwert ein. Durch seine deutlichen Positionie-rungen sowie die starke Präsenz internationaler Top-Entschei-dungsträger aus Politik und Wirtschaft in den Fachgremien und auf Leuchtturmveranstaltungen, ist der Wirtschaftsrat über die deutschen Landesgrenzen hinaus als wichtiger wirt-schaftspolitischer Impulsgeber etabliert. Mit der Gründung der Arbeitsgruppe „Deutsch-Türkische Wirtschaftsbeziehungen“ befasst sich der Wirtschaftsrat intensiv mit einem wichtigen Handels-partner Deutschlands – der Türkei.

Seit der Gründung der Arbeitsgruppe „Deutsch-Türkische Wirtschaftsbeziehungen“ 2012 befasst sich der Wirtschaftsrat intensiv mit einem der aufstrebendsten Märkte und wichtigem Handelspartner Deutschlands. Die Arbeitsgruppe berät unter dem Vorsitz von Frau Aygül Özkan, Ministerin a. D. Sie hat ausgezeichnete Kenntnisse und Erfahrungen über die Wirtschaftsbeziehungen beider Länder. 

 

 

Hintergründe


Nach wie vor kämpfen die EU-Staaten um jede Kommastelle beim Wirtschaftswachstum. Gleich-zeitig hat die türkische Wirtschaft in den vergangenen Jahren einen wahren Boom erlebt! Inner-halb eines Jahrzehnts hat die Türkei ihr Pro-Kopf-Einkommen mehr als verdreifacht. Bereits heute gehört die Türkei zu den G20-Staaten.

 

Der bilaterale Handel zwischen Deutschland und der Türkei erreichte 2015 ein Volumen von rund 32 Milliarden Euro. Deutschland ist der größte Abnehmer türkischer Waren und der zweitgrößte Exporteur. Die Türkei ist außerdem für eine Reihe führender europäischer Unternehmen zu einer wichtigen Industrieplattform geworden. Deutsche Unternehmen führen die Liste der ausländi-schen Investoren an.

 

Über die Zollunion ist die Türkei in Bezug auf Handel und Auslandsinvestitionen bereits in hohem Maße in die EU integriert. Trotzdem entspricht der derzeitige Umfang der Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und der Türkei nur einem Bruchteil dessen, was zukünftig zum Vorteil beider Länder bilateral noch zu erreichen ist.

 

Die Terroranschläge, der versuchte Putsch und der Ausnahmezustand: In der Türkei ist der Unru-hezustand zum Dauerzustand geworden. Gemeinsam möchten wir über die Perspektiven und Herausforderungen der deutsch-türkischen Wirtschaftspartnerschaft in unruhigen Zeiten beraten.

 

 

 

Ziele und Inhalte der Arbeitsgruppe


Der Abbau von Investitionsbarrieren sowie die Stärkung der Handelspartnerschaft gehören zu den Dauerbrennern in den Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei. Für 2017 hat sich die Arbeitsgruppe folgende thematischen Schwerpunkte gesetzt:

  • § Perspektiven & Herausforderungen deutsch-türkischer Wirtschaftsbeziehungen in turbulenten Zeiten
  • § Chancen für Kooperation, Investitionen und Beschaffung: Schwerpunktemäßige Betrachtung ausgewählter Sektoren und Branchen:
  • § Informations- und Kommunikationstechnologie
  • § Gesundheitswirtschaft und Pharmabranche
  • § Maritime Wirtschaft, Schiffsbau und -finanzierung
  • § Logistik- und Verkehrswirtschaft
  • § Bau- und Immobilienwirtschaft
  • § Made in Turkey – Branded in Germany: Markenführung und -kooperation in der Türkei und Deutschland

 

 

 

Arbeitsweise und Inhalte


Die Arbeitsgruppe berät unter dem Vorsitz von Frau Aygül Özkan, Ministerin a. D., die über ausgezeichnete Kenntnisse und Erfahrungen über die Wirtschaftsbeziehungen beider Länder verfügt. Für einen fruchtbaren Austausch werden bis zu vier Treffen der Arbeitsgruppe pro Jahr stattfinden. Bereits im Frühjahr 2013 begrüßte der Wirtschaftsrat unter dem Motto „Deutsch-Türki-sche Wirtschaftspartnerschaft: Schrittmacher für Wachstum und Innovation“ rund 200 Gäste aus Politik und Wirtschaft, darunter der türkische Industrieminister Nihat Ergün und H. Avni Karslioglu, der türkische Botschafter in Deutschland. Im Jahr 2015 fand in der türkischen Botschaft ein Dialog im Zeichen der deutschen G7- und der türkischen G20-Präsidentschaft mit ebenfalls rund 200 Teilnehmern statt. 

 

Im direkten Dialog identifizieren die maßgeblichen politischen und unternehmerischen Entscheidungsträger aus der Türkei und Deutschland gemeinsam Handlungsnotwendigkeiten und erarbeiten zudem Konzepte und Empfehlungen, die den Rahmen für die wichtige deutsch-türkische Wirtschaftspartnerschaft verbessern. Die Arbeitsgruppe hat hierzu ein Positionspapier erarbeitet und verabschiedet. Darüber hinaus werden Kooperations- und Investitionsmöglichkeiten identifiziert. Um den unmittelbaren und persönlichen Dialog zu türkischen Unternehmern und wichtigen Regierungsstellen herzustellen und gleichzeitig konkrete Projekte anzustoßen, reiste Ende November 2015 zudem eine hochrangige Delegation des Wirtschaftsrates in die Türkei.


Wirtschaftsrat Deutschland: Die Stimme der Sozialen Marktwirtschaft
Vorsitzende der Bundesarbeitsgruppe
Aygül Özkan
Ministerin a.D.
Mitglied der Geschäftsführung
PCC Service GmbH der
Deutschen Bank
Berlin


"Obwohl 2015 beim Handelsvolumen zwischen Deutschland und der Türkei ein neuer Rekord von 37 Mrd. Euro erzielt wurde, bieten die Wirtschaftsbeziehunen beider Länder noch viel Potenzial, u.a. in den Bereichen Energie, Industrie 4.0 und Hochtechnologie. Der Wirtschaftsrat setzt sich dabei als Impulsgeber für einen kontinuierlichen Dialog ein und befasst sich intensiv mit einem der aufstrebensten Märkte."
Camille Fohl
(Stellv. Vorsitzende)
Chairman Management Board Germany, BNP Paribas Group
Kontakt
Simon Steinbrück
Mitglied der Geschäftsleitung
Internationale Wirtschaftspolitik

Telefon: 030 / 240 87-215
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s.steinbrueck@wirtschaftsrat.de

Britta Vasters
Fachgebietsleiterin
Internationale Wirtschaftspolitik

Telefon: 030 / 240 87-214
Telefax: 030 / 240 87-206

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