16. August 2016
Bundesbank-Vorstoß für späteren Renteneintritt ist wegweisend
Wolfgang Steiger: Längere Lebensarbeitszeit sichert auskömmliche Renten ohne Überlast der Erwerbstätigen

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. bewertet den Vorstoß der Deutschen Bundesbank für einen späteren Renteneintritt als wegweisend. „Die steigende Lebenserwartung ist für uns alle ein Grund zur Freude. Doch unsere umlagefinanzierten sozialen Sicherungssysteme sind dem nur gewachsen, wenn wir durch eine längere Lebensarbeitszeit das Verhältnis von Erwerbstätigen zu Rentnern halbwegs im Lot halten“, mahnt der Generalsekretär des Wirtschaftsrates, Wolfgang Steiger.

„Falls wir nicht wollen, dass entweder die Renten der Älteren drastisch sinken oder die Beitragssätze der Erwerbstätigen dramatisch ansteigen, bleibt allein eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit als Lösung“, so Wolfgang Steiger weiter. Nur auf diesem Weg ließen sich die für das Jahr 2030 gesetzlich verankerten Ziele einhalten, dass der Rentenversicherungsbeitrag nicht über 22 Prozent steigt und das Rentenniveau nicht unter 43 Prozent absinkt.

Die Bürger genießen heutzutage ohnehin einen Ruhestand, von dem vorherige Generationen nur träumen konnten: Während bei Einführung der staatlichen „Invaliditäts- und Altersversicherung“ unter Bismarck im Jahr 1889 die durchschnittliche Rentenlaufzeit sieben Monate betrug, sind wir mittlerweile bei fast 20 Jahren angelangt. Allein seit den 1960er Jahren hat sich der Lebensabschnitt nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben fast verdoppelt. Wenn wir von der zusätzlichen Lebenszeit, die uns geschenkt wird, künftig einen Teil für Erwerbsarbeit nutzen, ist dies angemessen und gerecht.

Rote, grüne und schwarze Rentenpopulisten überbieten sich mit monströsen Rentenplänen, die allesamt die junge Generation zum alleinigen Lastesel der Bevölkerungsalterung machen. Für die Deutsche Bundesbank hat dagegen der Generationenvertrag weiterhin Gültigkeit, wie sie mit ihrem Vorschlag unter Beweis stellt: Eine längere Lebensarbeitszeit sichert auskömmliche Renten, ohne die junge, erwerbstätige Generation zu überlasten.

Kontakt
Wirtschaftsrat der CDU e.V.
Pressestelle
Luisenstraße 44, 10117 Berlin

Telefon: 030 / 240 87-301
Telefax: 030 / 240 87-305

pressestelle@wirtschaftsrat.de