15. Oktober 2012
Bundesregierung hält Zusagen bei Energiewende nicht ein!

„Fast alle Zusagen, die der Industrie und den Verbrauchern von der Bundesregierung zu Beginn der Energiewende gegeben wurden, sind jetzt Makulatur", erklärt der Präsident des Wirtschaftsrates, Kurt J. Lauk, zur heute veröffentlichten EEG-Umlage für 2013. „Der Wirtschaftsrat hat sich für den beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien stark gemacht, aber nur unter drei Bedingungen: Energie muss sicher, umweltverträglich und vor allem bezahlbar bleiben."

Lauk: „Der erneut explosionsartige Anstieg der EEG-Umlage um 50 Prozent zeigt eindrucksvoll: Die Politik hat die Kosten der Energiewende nicht im Griff. Die Bundesminister Altmaier und Rösler sind gemeinsam gefordert, das Schwarze-Peter-Spiel um den Strompreis sofort zu beenden und konkrete Maßnahmen zur Kostendämpfung einzuleiten, statt sich gegenseitig die Schuld an dem Kostendesaster zuzuschieben. Weitere Dauersubventionen statt einer zügigen Markt- und Systemintegration der erneuerbaren Energien zerstören den Konsens zur Energiewende.“

 

Lauk weiter: „Nur für das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) müssen im kommenden Jahr über 20 Milliarden Euro auf den Tisch gelegt werden. Für einen 3-Personen-Haushalt bedeutet das inklusive Mehrwertsteuer Kosten von rund 220 Euro im Jahr. Viele ahnen zu Recht, das ist nicht die einzige Rechnung, die der Staat dann nach Hause schickt. Alle Produkte und Dienstleistungen, Brot, Käse, Wurst, die Autoreparatur und der Sommerurlaub werden mit dem Anstieg der Umlage auch teurer. Es darf nicht sein, dass wir ein überaltetes, rein subventionsgetriebenes Gesetz damit am Leben halten, indem wir immer mehr Geld aller Bürger verbrennen. Statt die Energiewende weiter am Verbraucher vorbeizuplanen, muss das Problem der Strompreisexplosion an der Wurzel gepackt werden. Das EEG muss dringend nach marktwirtschaftlichen Kriterien reformiert werden.“

 

Weiterführende Informationen: Themenseite Energiepolitik

 

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