20. April 2017
Bundesverkehrswegeplan 2030 - Straßenerhalt vor Straßenneubau
Der Bundesverkehrswegeplan 2030 stand im Mittelpunkt der Diskussion zwischen Bundespolitik, Kommunalpolitik und Wirtschaft bei einer Veranstaltung, zu der die Sektion Bergstraße einlud.

Im letzten Jahr wurde der Bundesverkehrswegeplan 2030 durch die deutsche Bundesregierung verabschiedet. „270 Milliarden Euro sollen in den nächsten 15 Jahren in den Straßenerhalt und –neubau fließen“, erklärte Dr. Michael Meister, Parlamentarischer Staatssekretär des Bundesfinanzministeriums. Dabei sollen 70 Prozent der Gelder in den Straßenerhalt fließen. In der Bergstraße werden einige sehr notwendige Projekte damit finanziert, unter anderem der Ausbau der A5 und A67 sowie Ortsumgehungen bei Mörlenbach und Rimbach.

 

„Die Bergstraße ist in der Verkehrswegeplanung gut berücksichtigt worden, aber leider sind nicht alle gewünschten und notwendigen Projekte in die Planung aufgenommen worden“, bemängelte Christian Engelhardt, Landrat des Kreises Bergstraße. Die Projekte gehen dem Landratsamt nicht weit genug. „Ein Verkehrsinfarkt ist zu erwarten, wenn der Ausbau der Autobahnen nicht stetig vorangetrieben wird“, so Engelhardt.

 

Auch die Wirtschaft, vertreten durch Dr. Armin Neher von Evonik, fordert, dass neue Verkehrskonzepte erarbeitet werden, um dem stetig wachsenden Verkehr von Personen und Gütern Herr zu werden. Projekte, welche Evonik in Darmstadt und Weiterstadt versucht hatte einzuführen, führten leider nicht zum erwarteten Erfolg. „Gerade für den Güterverkehr müssen neue Konzepte erarbeitet werden, angefangen von den Stehzeiten über angemessene Parkplätze, damit diese auch eingehalten werden können“, forderte der Standortleiter der Evonik Darmstadt.

Kontakt
Michael Dillmann
Landesgeschäftsführer
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