03. August 2020
CDU-Wirtschaftsrat fordert unabhängigen Anbieter für Rentenüberblick
Wolfgang Steiger in der FAZ: Grundrente hat gezeigt, dass unser staatliches Rentensystem anfällig ist für teure Geschenke zu Lasten von Beitragszahlern und Jungen

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. fordert die Bundesregierung dazu auf, die Umsetzung des geplanten säulenübergreifenden Renteninformationssystems einem neutralen Anbieter zu übertragen. „Das Beispiel der Grundrente hat einmal mehr aufgezeigt, dass unser staatliches Rentensystem anfällig ist für Geschenke an eine bestimmte Gruppe zu Lasten der anderen – regelmäßig auf Kosten der Beitragszahler und der Jungen", sagte Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrats, in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. „Deshalb muss der Bereitsteller des Renteninformationssystems komplett unabhängig von Institutionen der Alterssicherung sein." Für einen unkomplizierten Zugang muss der Abruf nach Ansicht des Wirtschaftsrates möglichst nutzerfreundlich, also beispielsweise per App, möglich sein. „Zudem sollte der Anbieter neutral sein und selbst keine Rentenprodukte verkaufen, denn darunter würde die Glaubwürdigkeit der Renteninformation leiden“, so Wolfgang Steiger weiter.

Gerade mit Blick auf den dramatischen Anstieg der Sozialausgaben in den letzten Jahren setzt sich der Wirtschaftsrat für einen neuen Generationenvertrag ein. „Ein ebenso neutrales wie säulenübergreifendes Renteninformationssystem ist hierbei ein wichtiger Baustein, vor allem im Sinne der jungen Generation. Mehr Transparenz in der Altersvorsorge ist der Schlüssel zu auskömmlichen Einkommen im Ruhestand für ältere Menschen ohne Überlastung der Jungen“, erklärt Wolfgang Steiger. „Jüngere Menschen hätten rechtzeitig einen Überblick und könnten ihre Altersvorsorge besser planen, älteren Bürgern würde die von Populisten geschürte, oft unbegründete Furcht vor drohender Altersarmut genommen. Wahlkämpfe können dann auch vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung auf Basis von Fakten und nicht von Ängsten geprägt geführt werden.“

Den vollständigen Artikel können Sie hier als PDF oder in der heutigen Ausgabe der FAZ auf Seite 17 nachlesen.

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