30. August 2016
Chancen und Herausforderungen der Integration
Wirtschaftsrat Köln im Gespräch mit Cemile Giousouf MdB
v.l.n.r. Dr. Georg Kippels MdB, Heidrun Freitag, Eldach-Christian Herfeldt, Cemile Giousouf MdB, Holger Eickholz (Foto: Wirtschaftsrat)

Wie geht Deutschland mit Integration und Einwanderung um? Mit dieser Frage beschäftigte sich die Sektion Köln des Wirtschaftsrates der CDU e.V. bei einer Vortragsveranstaltung mit Cemile Giousouf MdB, Integrationsbeauftrage der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Sektionssprecher Eldach-Christian Herfeldt machte deutlich, dass Migration nicht nur als Herausforderung angesehen werden dürfe, sondern auch als Chance zu verstehen sei: „Die deutsche Bevölkerung schrumpft und altert. Um diese Lücken zu schließen, sind wir in den kommenden Jahrzehnten stärker denn je auf qualifizierte Zuwanderung aus Drittstaaten angewiesen.“ Deshalb müsse Deutschland für Fachkräfte aus dem Ausland attraktiver werden. Herfeldt verwies jedoch darauf, dass in der Integrationsdebatte klar zwischen Zuwanderern und Asylbewerbern unterschieden werden müsse. Einem ungesteuerten Zuzug von Flüchtlingen erteilte er eine Absage.

(Foto: Wirtschaftsrat)

Darüber hinaus stand die Eingliederung von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt im Mittelpunkt des Gesprächs. „Arbeit ist die beste Integration“, sagte Giousouf. Entsprechend müssten berechtigte Asylbewerber schnellstmöglich für den Arbeitsmarkt fit gemacht werden. Einen wichtigen Beitrag hierzu leiste das kürzlich verabschiedete Integrationsgesetz, das Asylbewerber durch Sprachangebote und Integrationskurse fördere, aber auch Anpassungswillen fordere.