28. August 2013
"Cuxhavener-Appell" greift zu kurz
Produzenten und Konsumenten müssen zueinander finden
Die fünf norddeutschen Bundesländer haben sich am 26.08.2013 in einem gemeinsamen Aufruf an die Bundesregierung gewandt und fordern ein zügigeres und koordinierteres Handeln, um Arbeitsplätze und Investitionen in der Offshore-Branche zu halten. Der Wirtschaftsrat begrüßt diese Initiative, sieht aber südliche Bundesländer ebenfalls in der Verantwortung.

In ihrem Aufruf machen Vertreter von Regierungen, Unternehmen und Gewerkschaften der fünf norddeutschen Bundesländer die Bundesregierung für die derzeitige Stagnation in der Offshore-Branche verantwortlich und fordern ein koordinierteres und schnelleres Handeln. Die Landesvorsitzende des Wirtschaftsrates Bremen, Imke Goller-Wilberg, unterstützt die Idee hinter dem Appell, ihrer Meinung nach greift der Ansatz jedoch zu kurz: „Es ist richtig, dass Herr Altmaier und Herr Rösler endlich zusammenarbeiten müssen, um Planungs- und Finanzierungssicherheit für die Unternehmen der Offshore-Branche herzustellen. In diesem Punkt unterstützt der Wirtschaftsrat das Ansinnen vom Geschäftsführer der WAB e.V., Ronny Meyer. Allerdings ist auch eine Einigung der nördlichen mit den südlichen Bundesländern dringend notwendig.“

Um in nächster Zeit ein tragfähiges Gesamtkonzept der Energiewende auf den Weg zu bringen, erachtet es der Landesverband des Wirtschaftsrates in Bremen für notwendig, Konsumenten und Produzenten an einen Tisch zu bringen. „Herr Meyer hat völlig Recht, wenn er sagt, dass die Offshore-Branche eine gesamtdeutsche Angelegenheit ist. Die südlichen Bundesländer könnten von einem Ausbau profitieren und tun es bereits, denn bekanntermaßen stammen viele Offshore - Zulieferbetriebe aus dem Süden. Der Bau von Nord-Südtrassen setzt allerdings voraus, dass nicht einseitig auf autonome Stromversorgung gesetzt wird“, kommentiert Imke Goller-Wilberg. „Ein gemeinsames Vorgehen lässt sich nicht durch einen Umweltminister erzwingen, sondern benötigt ein Umdenken bei den verantwortlichen Landespolitikern.“

Nach Ansicht des Wirtschaftsrates kann die Artikulation norddeutscher Interessen, wie der „Cuxhavener-Appell“, immer nur der erste Schritt sein.

 

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