25. November 2013
Das Prinzip der Freiheit
Jubiläumsveranstaltung der Sektionen Calw/Freudenstadt und Reutlingen/Tübingen
Noch heute, nach 50 Jahren, ist der Kerngedanke des Wirtschaftsrats „das Prinzip der Freiheit auf dem Markte mit dem des sozialen Ausgleichs zu verbinden“, wie es Alfred Müller-Armack 1956 formulierte. Sektionssprecher Julia Alice Selzer-Bleich (CW/FDS) und Werner Theis (RT/TÜ) diskutierten mit den Mitgliedern Till Casper und Michael Lindner sowie mit Dr. Reinhard Löffler MdL und Prof. Dr. Michael Wohlgemuth, ob die Soziale Marktwirtschaft auch das Erfolgsmodell der Zukunft sei.
Setzt sich für mehr Öffentlichkeit ein: Sektionssprecher Reutlingen/Tübingen Werner Theis (Foto: WR)

„Der Wirtschaftsrat Deutschland darf dieses Jahr ein Goldenes Jubiläum begehen: Wir werden 50 Jahre alt und dies ist gleichermaßen ein Grund zur Freude, aber auch Verpflichtung, den Gedanken an die Soziale Marktwirtschaft als Grundpfeiler unseres erfolgreichen Staatswesens in der Politik präsent zu halten“, stimmte der Präsident des Wirtschaftsrats, Prof. Dr. Kurt J. Lauk, die Mitglieder auf der Jubiläumshomepage des Wirtschaftsrats ein.

 

Anlass genug, für die beiden Sektionen sich zurück zu besinnen und auch nach vorne zu schauen. Mit Hilfe des Vortrags von Prof. Dr. Michale Wohlgemuth erfuhren die Teilnehmer etwas über die Tradition der Freiburger Ordoliberalen Schule, die das theoretische Fundament für die Soziale Marktwirtschaft lieferte. Zudem berichtete Till Casper, der seit 45 Jahren WR-Mitglied ist, von einigen Anekdoten und Erinnerungen aus den Anfangsjahren des Wirtschaftsrats.

v.l.n.r.: Michael Lindner, Prof. Dr. Wohlgemuth, Till Casper, Dr. Reinhard Löffler MdL (Foto: WR)

In der Diskussion stand im Mittelpunkt, welchen Sinn die Erhaltung und die Weiterentwicklung der marktwirtschaftlichen Ordnung heute und in Zukunft haben? Und was die größten Gefahren für unsere Wirtschaftsordnung sind sowie wo wir Reformbedarf haben?

 

Einhelliger Tenor des Abends: Die Ziele der Sozialen Marktwirtschaft müssen verstärkt vermittelt werden – an Schulen, den Abgeordneten, der öffentlichen Meinung. Die Unternehmer müssen sich noch stärker bekennen und der Wirtschaftsrat muss vor allem auch junge Leute positionieren, um sich zu artikulieren. Der Verband muss – für die nächsten 50 Jahre – mutig voranschreiten und einen „vernünftigen Lobbyismus“ (Till Casper) betreiben.

Führte durch die Diskussion: Sektionssprecherin Calw-Freudenstadt Julia Alice Selzer-Bleich (Foto WR)